A Short History of Literature-Mashups

Björn Grau hat einen schönen Artikel für das Architekturmagazin urban spacemag und sein Thema Copy & Paste und dafür eine kurze Geschichte der Mashups in der Literatur geschrieben.

Umberto Eco ist nicht nur ein großer Theoretiker dieser intertextuellen Vernetzung von Texten, er lebt sie als Schriftsteller auch exzessiv aus. Sein „Der Name der Rose“, in dem unter anderem ein Bibliothekar namens Jorge von Burgos mitspielt, ist zu großen Teilen zusammenkopiert. In den investigativen Unterhaltungen des William von Baskerville (selbst eine Anspielung auf Sherlock Holmes und den Hund aus dem gleichnamigen Ort sowie den mittelalterlichen Philosophen William von Ockham) sind abschnittweise Texte der mittelalterlichen Scholastik eingeflossen und dann mit Zitaten von moderneren Philosophen wie Wittgenstein gewürzt. Explizit gemacht wird das nicht. Die Leser finden diese Dinge nur, wenn sie sie vorher schon kannten.

Mash my book up, die dritte Ausgabe des Urban Spacemags kann man hier bestellen. (Danke Björn, Bild von Frederike Busch)