The Walking Dead S01E04 – Lunchtime, Baby!

Dieses Review ist wie immer ein einziger, dicker Spoiler. Wenn Ihr die Folge noch nicht gesehen habt, dann hört genau jetzt auf, zu lesen.

Starke vierte Episode, geschrieben von Robert Kirkman, dem Autoren der Comic-Vorlage. Sie startet mit Andrea und Amy, die auf dem See in der Nähe des Lagers fischen und sich von ihren toten Eltern erzählen. Schöner und für eine Zombie-Serie ungewöhnlicher Auftakt, gefolgt von Jim, der ein bisschen durchdreht und Gräber schaufelt – mit gutem Grund, wie man sich denken kann.

Rick, Glenn, Daryl (der sich grade zu meinem Lieblingscharakter entwickelt, Armbrust FTW!) und die anderen suchen derweil den einhändigen, verschollenen Merle in Atlanta und stoßen dabei auf eine Latino-Gang, mit denen man sich erstmal einen Mexican Standoff um Ricks Tasche voller Waffen liefert (sie hatten zuvor Glenn entführt), nur um dann festzustellen, dass die nicht ganz so Gangsta sind, wie sie tun. Denn sie haben sich in einem Altersheim verschanzt und kümmern sich dort um die zum Sterben zurückgelassenen Omis und Opis. Schöne Wendung, ich bin sehr gespannt, wie diese komplett neue Storyline weitergeführt wird.

Schließlich überfällt eine Horde Zombies das Lager während man gemeinsam am Lagerfeuer sitzt, grade als Rick und die Gang aus Atlanta zurückkehren. Endlich genreübliche Zombie-Action, die durchaus hart und konsequent auf Gore getrimmt wurde, inklusive jeder Menge Headshots und Blutflecken auf der Kamera. Der Frauenprügler aus Folge 3 wird zuerst gegessen, schön! Andrea verliert ihre beste Freundin Amy, nicht so schön, aber laut Vorlage nicht zu vermeiden. Ansonsten werden ein paar unwichtigere Figuren zu Zombie-Food und Jim erinnert sich an den Grund für seine Grabaushebungen.

Tolle vierte Folge, die ihre Figuren weiter ausdifferenziert. Dazu hat sie ein paar wirklich sehr schöne Momente: Die Eröffnungsszene, Daryl packt die abgesägte Hand seines Bruders Merle in Glenns Rucksack, der Altenheim-Twist, die Zombie-Attacke. Sehr schön! Wie schonmal erwähnt ist die Serie insgesamt leider nicht fantastisch, aber sie ist solide bis sehr gut, für mich als Fanboy des Comics ist das schonmal viel wert und es wird sich zeigen, ob sich The Walking Dead in den kommenden Staffeln da nochmal steigern kann. Wenn man bedenkt, welche Motive die Serie aus der Vorlage noch vor sich hat, ist diese Steigerung allerdings beinahe unausweichlich. Yay!

Vorher auf Nerdcore:
The Walking Dead S01E01 – Frame by Frame
The Walking Dead S01E02
The Walking Dead S01E03 – Halbzeit