The Walking Dead S01E02

Dieses Review ist ein einziger, dicker Spoiler. Wenn Ihr die Folge noch nicht gesehen habt, dann hört genau jetzt auf, zu lesen.

Die Folge öffnet im Camp der restlichen Überlebenden und Lori, die mit Shane im Wald rumvögelt, wobei der wiedermal einen subtil-widerlichen Creep gibt (schon in Folge 1 hat er Lori nicht geküsst, sondern von innen abgeleckt – „schöne“ Vorbereitung auf das, was da noch kommen wird).

Rick, noch im Panzer eingeschlossen, erhält von Glenn Anweisungen, wie und wann er am besten aus dem Vehikel ausbrechen kann und flüchtet mit ihm auf die Dächer in das Lager eines Supermarkts, wo sie auf Andrea und ein paar neue Charaktere treffen. Kurze Anspielung auf Dawn of the Dead. Schön! Die Serie orientiert sich hier nur noch grob am Comic, nimmt einzelne Motive daraus, bastelt eine alternative Storyline um sie herum und führt weitere Figuren ein, die im Comic nicht vorkommen.

Da Rick beim Ausbruch aus dem Panzer Schüsse abgefeuert hat und damit einen ganzen Haufen Untoter angelockt hat, ist die Gruppe nun auf und in dem Gebäude eingeschlossen. Wärend Glenn in der Kanalisation einen Weg nach draußen sucht, der allerdings von einem Gitter versperrt ist, brechen die Zombies durch die Supermarkttüren und die Bande muss sich schleunigst einen Ausweg suchen. Und kommt schließlich auf die Idee, dass Zombies lebende Menschen am Geruch erkennen, woraufhin man sich mit den Innereien und dem Blut eines kürzlich platt gemachten Toten beschmiert, wozu man den natürlich erstmal auseinandernehmen muss. Die Sounds und die Gore-Effekte hier sind herrlich, wenn Ihr versteht, was ich meine.

Glenn und Rick wanken nun mit Himbeermarmelade beschmiert und mit umgehängten Würsten durch die Zombies, sehr schönes Zitat aus Shaun of the Dead, um einen LKW zu erreichen, mit dem die ganze Gruppe schließlich fliehen kann. Natürlich beginnt es zu regnen, die Himbeermarmelade wird abgewaschen und wir landen im actionreichen Finale der Folge, die gleich mit mehreren kleineren Cliffhangern schließt.

Die Serie nimmt sich das Comic in der zweiten Folge nur noch lose zum Vorbild – im Grunde lediglich die Flucht über die Dächer aus Ausgabe 3 und die Geruchs/Innereien-Story aus Band 4 – und besteht zu weiten Teilen aus Motiven, die in der Vorlage nie vorkommen. Gut so. Die Serie wird mit der zweiten Folge actionreicher, handfester und blutiger und auch wenn ich eigentlich grade gar keine Zeit habe: Die Stunde für die Folge und für dieses Review musste ich mir nehmen. Denn The Walking Dead ist spätestens mit dieser Folge zu meiner aktuellen Lieblingsserie geworden.