Erectionman: Doku über Viagra


(Arte Direkterectionman, via KFMW)

Superunterhaltsame, sehr lustige Doku von Michael Schaap, der mit 40 Erektionsprobleme bekam und auch mal zuviele von den blauen Pillen genommen hatte. Ziemlicher Pimmelalarm und deshalb NSFW. Am allerlustigsten ist aber wahrscheinlich der einminütige Haftungsausschluß, den Arte anscheinend senden musste, weil Pfizer mit dem Filmchen wohl nicht so wirklich einverstanden ist. Von Arte+7:

Als Michael Schaap, Regisseur und bekennender Porno-Fan, zum ersten Mal im Alter von 40 Jahren Potenzstörungen bei sich bemerkt, wundert er sich nur kurz, dass er nun eine Pille, die eigentlich für ältere Männer wie seinen Vater gedacht sei, einnehmen muss. Vielmehr drängt sich bei ihm die Frage auf, ob er überhaupt noch genug Mann ist, wenn nur noch ein potenzsteigerndes Mittel die körperliche Liebe zu seiner Ehefrau ermöglicht.

Auf der Suche nach Antworten besucht er die Redaktion des “Playboy” sowie Männergruppen, deren Mitglieder ihre eigene Maskulinität wiederfinden möchten. Schaap beleuchtet auch den Schwarzmarkt, der sich um Viagra gebildet hat, die psychischen und physischen Auswirkungen des Medikaments und die Kommerzialisierung von Sex, der inzwischen fast alle Bereiche der Öffentlichkeit durchzieht.

Am Ende steht die Erkenntnis, dass Viagra den Regisseur seelisch und körperlich abhängig gemacht hat, verbunden mit einem Ohnmachtsgefühl gegenüber der eigenen Unzulänglichkeit als Mann. Was bleibt, ist auch die Vorstellung einer Welt, die in nicht allzu weiter Zukunft liegt: in dieser werden sich vornehmlich Männer nur noch über den eigenen Erregungs- und Potenzzustand definieren, getreu dem Motto “Allzeit bereit”.