Doku: Prostitutes of God


(VBS Direktgod, via Arbroath)

Vice Guide to Travel hat indische Prostituierte besucht, die „ihren Körper im Namen der mysteriösen Hindu-Göttin Yellamma verkaufen“. Ich mag ja das Wort Tempelnutten, das ich grade erfunden habe. Kann man wahrscheinlich nicht nur auf Prostituierte anwenden.

Für Prostitutes of God reist VBS tief in die entlegensten Dörfer und Städte Südindiens und entdeckt ein uraltes System religiöser Sexsklaverei, das bis ins 6. Jahrhundert zurückreicht. Obwohl es eigentlich seit 20 Jahren illegal ist, haben wir herausgefunden, dass es im Bundesstaat Karnataka immer noch mehr als 23.000 Frauen gibt, die ihren Körper im Namen der mysteriösen Hindu-Göttin Yellamma verkaufen. Sie sind unter dem Namen Devadasis bekannt, was soviel heißt wie „Dienerinnen Gottes“. Von den Rotlichtbezirken in den Städten, bis hin zu Lehmhüten auf dem Land, treffen wir stolze Puffmütter, HIV-positive Teenager-Prostituierte und schwule Männern in Saris. Unsere Expedition ins Leben der Devadasi enthüllt ein pseudoreligiöses System, das arme Familien ausbeutet um Nachschub für das boomende Sexgeschäft Indiens zu liefern.

Hier noch ein Artikel beim Independent über die Doku: Prostitutes of God.

When you approach a Devadasi girl for interview the response varies hugely. There’s a huge spectrum of women. A really wealthy brothel madam in Mumbai would be quite proud to talk about what she does. But in very poor rural communities, like in Karnatakar, they’re much more difficult to talk to. These young women are ostracised and exploited and they’re ashamed of what they do. They wish they could get married, but they can’t and are in this dreadful prison.

The only thing that has changed since the Devadasi practise was made illegal in 1988 is that the ceremonies have been driven underground. It’s still very common in some parts of India. A Westerner wouldn’t know to look at the girls that they are Devadasi, but Indians know on sight who they are and what they do. Really it comes down to caste.