Wo das Internet in Ost-Afrika ankommt


(Youtube Direktcable, Danke Guido!)

Guido aus der Schweiz war in Madagaskar am Strand, wo die Transatlantik-Kabel den Osten des Kontinents mit dem Internet verbinden. Superinteressantes Video und unbedingt das Posting dazu lesen.

Unterseekabel sind eine der ältesten Kommunikationstechnologien überhaupt. 1850 wurde das erste Kabel durch den Ärmelkanal gezogen, 1866 das erste erfolgreich durch den Atlantik - ein Kupferkabel zur Übermittlung von Morse-Code, zwischen Grossbritannien und den USA. Die Technologie ist im wesentlichen auch heute noch die gleiche: Man lädt sehr viel Kabel auf ein Schiff, fährt los und lässt es hinter sich ins Wasser.

Heute benutzt man Glasfasern statt Kupfer. Man kann gerissene Kabel reparieren - im Gegensatz zum 19. Jahrhundert. Ein Unterbruch bedeutete damals: Zurück schippern, Kabel neu ziehen. Mittlerweile angelt man das Kabel hoch, setzt es neu zusammen und lässt es wieder hinunter. Wenn es nicht allzu tief liegt, kann man es auch per ferngesteuertem Untersee-Roboter reparieren. Dank den Repeatern (das Licht im Glasfaserkabel muss immer wieder verstärkt werden) weiss man in der Regel recht genau, wo das Kabel unterbrochen ist. Gründe für einen Unterbruch sind Fischer, die ein Schleppnetz darüber ziehen; Schiffe, die bei Sturm den Anker auswerfen, den am Grund entlang schleifen und so das Kabel durchtrennen; oder Erdbeben und See-Erdrutsche. Und ab und zu beisst sogar ein Hai in das Kabel. In Küstennähe gräbt man das Kabel mit einer Art Pflug ein, wenn es der Untergrund erlaubt, oder verlegt gar Stahlrohre; sonst legt man es einfach auf den Meeresgrund. Deshalb ist das meiste des nicht einmal armdicken Kabels Schutzummantelung.

Wo das Internet aus dem Meer kommt: Das Unterseekabel in Toliara