Doku: Hacks


(Youtube Direkthacks, via KFMW)

„Hacks“ ist eine Doku aus dem Jahr 1998 von Christine Bader, die die europäische Hacker-Szene von 1993 bis 1997 dokumentiert hatte. Der Film hatte schon 98 ziemlichen Nostagiefaktor und ist heute, 12 Jahre später, reinster Retrohackingporn. Snip von einem Telepolis-Artikel von 1998:

"Hacks", ein Film von Christine Bader, erspart dem Zuschauer die bei diesem Sujet normalerweise üblichen Cyber-Comicbildchen. Die Hamburger Künstlerin hat einen Film über die europäische Hackerkultur gedreht, der ohne visuelle Klischees auskommt. In den letzten Monaten war "Hacks" auf zahlreichen Medienkunstfestivals und Hackertreffen zu sehen.

[…] im wesentlichen konzentriert sich "Hacks" auf die Leute, die an den Computern sitzten, nicht auf die Computer selbst. Um das Netz zu veranschaulichen, setzt Bader sie in Züge (Eisenbahnnetz!), oder besucht sie in ihrem natürlichen Lebensraum: in unaufgeräumten Büros, vor ihren Rechnern, bei Hackertreffen in ganz Europa oder auch bei der CeBit.

Mit dem Material, das Bader in vier Jahren gesammelt hat, wird ein lebendiges Bild der europäischen Hackerszene gezeichnet. Da ein normales Jahr sieben Internet-Jahren entspricht, wirken einige der Aufnahmen heute schon wie historische Dokumente einer untergegangen Epoche. An die utopischen Schwärmereien von Mitarbeitern der Amsterdamer Digitalen Staad über die technisch vermittelte "Basisdemokratie" bei ihrem Netzprojekt werden einige von ihnen wohl heute nicht mehr gerne erinnert werden. Gerade weil viele der "Cybervisionen" der frühen Jahren heute schon so heillos wirken, ist es gut, daß jemand die inzwischen verflogene Netzeuphorie der frühen 90er festgehalten hat.