DCs Blackest Night - Wie ich zu den Superhelden zurückfand

Gepostet vor 6 Jahren, 8 Monaten in Misc Share: Twitter Facebook Mail

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Meine letzte große Superheldencomicsammelphase hatte ich am Ende des letzten Jahrtausends. Angefixt durch das Amalgam-Crossover der beiden Verlage Marvel und DC, habe ich angefangen mich wieder etwas ausgiebiger mit der Materie der Superheldencomics zu beschäftigen und bin dann bei ziemlich vielen DC-Serien hängengeblieben. Allen voran natürlich Lobo, gefolgt von Green Lantern, dem Flash und der JLA. Superman war Ehrensache, Batman gelegentlich auch. Gut gefallen haben mir die Batman Spin-Offs wie Nightwing oder die Bane-Miniserie. War das nicht auch die Zeit des grossen Erdbebens in Gotham? Ebenfalls eine Storyline die mir ausserordentlich gut gefallen hat.

Aber dann wurde irgendwie alles anders. Ich bin in eine neue Stadt gezogen, in der ich keinen Comicladen hatte. Ausserdem haben sich die Prioritäten in meinem Leben etwas verschoben, einen Umstand den alle Väter, die hier mitlesen, vielleicht nachvollziehen können. Dann wurde auch noch Lobo eingestellt und dann war es erstmal gut mit mir und den Heftchen. Erstmal. Denn ich spürte: Eines Tages würden sie zu mir zurückkehren. Ganz ohne geht es irgendwie nicht.

Springen wir 8 Jahre in die Zukunft: Das hier und jetzt. Ich ging dieses Jahr gelegentlich in den Comicladen vor Ort, um meine Begeisterung wieder ein bischen zu wecken. Ich wusste aber nicht so recht, wo ich anfangen sollte. Gut, ich habe mich eigentlich nur in der DC-Kiste umgesehen und mir auch ein paar Hefte gekauft, aber die alte Leidenschaft wurde nicht geweckt. Ich weiss auch nicht warum. Entweder waren die Hefte mitten in einer Storyline, die man als Quereinsteiger entweder nicht nachvollziehen konnte, oder die einfach saulangweilig wirkten. Dann hatte ich noch einen Superman-Comic der irgendwie echt scheisse gezeichnet war, und da war ich dann erstmal bedient. Bis jetzt.

Was aktuell im DC-Universum abgeht, ist endlich wieder etwas, was meine Begeisterung zurückbringt. Ich weiss nicht wie lange sie nach dem Crossover anhalten wird, aber erstmal ist sie wieder voll entfacht. Dank der "Blackest Night".

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Die Geschichte ist relativ schnell erzählt, zumindest in ihren groben Zügen: Ein schwarzes Lantern-Corps, von dem niemand was genaues weiß, schickt schwarze Ringe durchs All, die sich mit den Leichen von Superhelden oder -Schurken verbinden und diese wieder zum Leben erwecken (u.a. natürlich auch der vor kurzem ermordete Batman). Zumindest eine Art Leben. Eigentlich sind sie Zombies, aber intelligenter. Sie können auf die komplette Erinnerung ihrer Wirte zurückgreifen. Egal ob der Ring nun am Finger eines toten Helden oder Bösewichts landet: Sobald er die Macht übernommen hat, werden seine Träger zu Bestien, zu gewissenslosen Mördern und Unruhestiftern, die anscheinend nichts geringeres vor haben, als alle Helden und im Anschluss die ganze Welt zu zerstören. Man kann also durchaus von einer eher bedrohlichen Situation sprechen. Kraft beziehen die schwarzen Ringe dabei offenbar durch starke, negative Gefühlsregungen der Menschen, wie Hass oder Wut.

Das eigentlich schöne aber an diesem einfachen Storykniff ist, daß man die Helden zweifeln und leiden sieht. Denn eigentlich geht es fast allen so, das sie im ersten Kampf mit "Besessenen" noch denken, das tief in ihnen drin ihr "wahres" Ich steckt, an das sie apellieren können. Bis sie dann feststellen, das dem nicht so ist und die Schwarzringträger entschieden bekämpfen. Dadurch wird man aber als vorübergehender Abstinenzler wieder voll in die laufenden Geschichten integriert und findet sich schnell wieder im aktuellen DC-Universum zurecht.

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Hier das Cover des zweiten Booster Gold Hefts der Blackest Night.

Die Hauptstory befindet sich im Moment bei 5 von 8 Heften und steuert geradewegs auf einen superspannenden Showdown zu, wobei immernoch nicht ganz klar ist, woher diese schwarzen Ringe eigentlich kommen. Mein Comicdealer meint, da wäre etwas im Busch, er traut der ganzen Sache nicht. Da müsste mehr dahinter stecken, als einfach ein schwarzes Laternen-Korps.

Schönes Detail am Rande: Für die Geschichte müssen ja sämtliche farbigen Laternen zusammenarbeiten. Also die Grünen, aber auch die Gelben, die Roten etc. Deswegen gibt es zu den Comics farbige Ringrepliken aus Plastik dazu. Zumindest bei fähigen Händlern. Ich hab alle (inklusive dem schwarzen...of course!) beisammen und finde das ehrlich gesagt grossartig. Da geht mir das Herz auf. Ausserdem habe ich durch die Blackest Night schon wieder Helden und ihre Serien entdeckt, die mir vorher nicht so bekannt waren, oder von deren spannender Geschichte ich nichts ahnte, wie zum Beispiel "Booster Gold" oder "Superboy Prime".

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Man kann also auf der Haben-Seite verbuchen: Spannende Storyline, Zombies (kind of), genug Spielraum für diverse Spin-Offs, Einsteigerfreundlich, lustige Gimmicks, reanimation unbekannterer Serien. Scheint als wenn DC mal wieder alles richtig gemacht hätte. Wen wunderts..:)

Tags: Comics DCComics

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