Neues Business-Modell für die Musikindustrie: Filesharer abmahnen

Die DigiRights Solutions GmbH aus Darmstadt hatte laut einem Artikel auf Gulli und Wikileaks in einer Präsentation die Abmahnung von Filesharern als lukrative Geschäftsidee dargestellt, diese Präsentation haben sie mittlerweile von ihrer Website entfernt, das PDF ist allerdings bei Wikileaks aufgetaucht. Ich hatte schon vor ein paar Jahren (während der ersten Runde des Falls von Jamie Thomas, hier) der Musikindustrie ein neues Businessmodell vorgeschlagen: Filesharer verklagen. Scheinbar haben die auf mich gehört.

Praesentiation der deutschen Anti-Filesharing-Gruppe DigiRights Solutions GmbH aus Darmstadt. Die Praesentation behandelt unter anderem wie die Services der Gruppe zur Generierung von Profit ueber rechtliche Verfahren genutzt werden koennen. Die Praesentation, die bis vor kurzem auf der Website der DigiGroup zu finden war, wurde nach einem Artikel auf Gulli entfernt.

Die Datei gibt einen Einblick in die zweifelhaften Geschaeftspraktiken der DigiGroup und weiterer involvierter Parteien. Das Abmahnungsverfahren, als Instrument zur unbuerokratischen und schnellen Regulierung von zivilrechtlichen Belangen, wird von DigiRight als Moeglichkeit zur Schaffung von Profit vorgestellt. So wird das Abmahnen von Filesharern auf den Seiten 26 und 27 in einer Beispielrechnung als wesentlich lukrativer angepriesen, als der eigentliche Verkauf der Werke. Die Abmahnkosten sollen eigentlich nur der Deckung der Kosten des Abmahners dienen, nicht aber der Schaffung von Gewinnen.

DigiRights Solutions Praesentation zur Gewinnverbesserung durch Abmahnungverfahren, 02 February 2009 (via Netzpolitik)