Friedensnobelpreis für Obama: Warum? Darum!


Friedensnobelpreisträger/coole Sau

Da komme ich nichts ahnend aus der Pressevorführung von Michael Moores „Capitalism – A love story“ (kurz: Moores Meisterstück in der Tradition seiner beiden ersten Filme „Roger & Me“ und „The Big One“ mit kleinen inhaltlichen Schwächen, die man dem Film aber gerne verzeiht, mehr zum Deutschlandstart am 12. November bei den Filmfreunden), da lese ich, dass Barack Obama den Friedensnobelpreis erhält und ohne irgendwas dazu gelesen zu haben (außer der Meldung selbst), weiß ich ja jetzt schon, wie die konservativen Giftspritzen alle Gift spritzen.

Die konservative Zeitung "The Wall Street Journal" reagierte hingegen skeptisch. "Barack Obama gewinnt den Nobelpreis: Wofür?", kommentierte die Zeitung in seiner Online-Ausgabe. Das sei "grotesk", hieß es. "Nun kann ein politischer Führer einen Friedenspreis gewinnen, weil er sagt, er wolle irgendwann in der Zukunft Frieden bringen."

Die sollten aber nicht vergessen, was alleine die Wahl dieses Mannes zum amerikanischen Präsidenten bereits für eine Signalwirkung hat: Eine Nation im Krieg wählt einen Mann, der auf Dialog statt Dominanz setzt, der als Community Manager in Chicago einen etwas anderen Background besitzt, als die Kriegstreiber der Republikaner. Der es alleine mit seiner Präsenz geschafft hat, den Amerikanern die Vision eines erneuerbaren Landes zu geben. Dabei ist es erstmal irrelevant, dass seine Versprechen im Filz der korrupten Bürokratie ins Stocken geraten sind (und deshalb erwähnte ich explizit den Film von Moore, denn der zeigt diesen Filz in aller Deutlichkeit).

Und natürlich, weil der Herr ein Nerd vor dem Herrn ist. Nicht zuletzt deshalb: Glückwunsch Prez! Nicht nachlassen, jetz!

Friedensnobelpreis für Barack Obama – Einfach nur: "Wow!", Obama: Yes he can.