Shepard Fairey Interview über Design in der Obama Kampagne

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Das Art Magazin hat ein Interview mit Shepard „Obey Giant“ Fairey am Start über Design in der Obama Kampagne, worüber er demnächst ein Buch veröffentlichen wird. Das möglicherweise interessantere Buch ist allerdings vielleicht „Designing Obama“, das sich grade per Kickstarter, eine Plattform für – kurz gesagt – user-generated Funding – eine Finanzierung zusammensucht und bei dem Obey Giant natürlich nicht am Start ist, dafür aber Ron English, dessen Obama-Lincoln (hier) vielleicht die bessere Illu ist.

Peter Schjeldahl vom "New Yorker" hat immerhin geschrieben, dass Sie mit Ihrem Obama-Poster die kraftvollste politische Illustration seit dem berühmten Uncle-Sam-Plakat "I Want You" geschaffen haben.

Er hat ebenfalls gesagt, dass ich nicht intelligent genug bin, dies wissentlich vollbracht zu haben. Ich kann Ihnen vergewissern, dass hinter meinen Ideen kein Affe steckt, der zufällig Knöpfe drückt. Leider überstehen Arbeiten, die nicht als hohe Kunst bestätigt werden, nicht den Test der Zeit. Aber für mich ist entscheidender, heute viele Menschen zu erreichen, anstatt später eine kleine Fußnote in der Kunstgeschichte zu sein. Mir wurde berichtet, dass meine Ausstellung im Institute of Contemporary Art in Boston, die im Oktober zum Warhol Museum nach Pittsburgh reist, 120 000 Besucher hatte. Viele Künstler mögen technisch besser oder talentierter als ich sein. Aber für das, was ich erreichen will, läuft es gut.
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Die Ausstellungseröffnung erlebten Sie nicht mit, weil die Bostoner Polizei Sie wegen Ihrer Street-Art-Aktionen festgenommen hatte.

Ich bin für zwei Jahre auf Bewährung. Die ganze Sache war eine große Schikane. Aber ich werde trotzdem mit Street Art weitermachen. Das darf nicht der Grund sein, mit meiner Kunst aufzuhören.

Shepard Faireys Obama-Plakate – "Keine Fußnote der Geschichte", Designing Obama (via Bigod, Athadi)
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