District 9 (FFF09 Review)

24.08.2009 Misc Movies #Review

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Wir haben uns bei den Filmfreunden drauf geeinigt, dass wir dort den SciFi-Reißer von Neill Blomkamp erst zum deutschen Filmstart besprechen, deshalb hier mein Review von der Vorstellung auf dem Fantasy Filmfest. Ich kann bezüglich der F5, denke ich, schonmal soviel verraten: Jeder, der diesen Film gesehen hat, ist ziemlich begeistert davon. Und zwar zurecht.

Hier der Plot via Wikipedia:

Als die Handlung des Films einsetzt, haben insektoide Außerirdische bereits seit 28 Jahren Kontakt mit den Menschen aufgenommen und verharren mit ihrem riesigen Raumschiff über Johannesburg in Südafrika. Die Menschen erwarteten sich von diesem Kontakt mit den Außerirdischen entweder einen großen Konflikt oder einen Austausch von Technologie, aber keines der beiden Ereignisse trat ein. Stattdessen verharrte das außerirdische Raumschiff regungslos über Johannesburg. Als die Menschen sich nach drei Monaten des Ausharrens einen Weg in das Raumschiff schneiden, finden sie über eine Million Ausserirdische vor, welche gesundheitlich in einem sehr schlechten Zustand sind und später als Arbeiter klassifiziert werden. Ein Kommadant des Schiffes wird nie gefunden. Die Außerirdischen sind Flüchtlinge, denn sie sind die letzten Überlebenden ihres Heimatplaneten. Die Außerirdischen wurden in behelfsmäßigen Flüchtlingslagern im südafrikanischen Distrikt 9 untergebracht, von wo aus sie von der Multi-National United (MNU) Behörde überwacht werden. Die MNU ist eine Privatgesellschaft, der es nicht um das Wohl der Außerirdischen geht, sondern die immensen Profit aus einer Waffenproduktion, basierend auf außerirdischer Technologie, verdienen will.

Aber die MNU scheitert, denn um diese außerirdischen Waffen zu aktivieren, benötigt der, der sie benutzen will, außerirdische DNS. Dadurch nehmen die Spannungen zwischen den Außerirdischen und den Menschen zu, denn der MNU-Beamte Wikus van de Merwe (Sharlto Copley) nimmt einen mysteriösen Virus an sich, der seine DNA verändert. Dadurch wird Wikus der meistgesuchte Mann der Welt, denn er ist der Schlüssel, um die Geheimnisse der außerirdischen Technologie zu entschlüsseln. Durch seine Verbannung und ohne Freunde, die ihm helfen könnten, gibt es für ihn nur einen Platz um sich zu verstecken: Distrikt 9.

Um es in ein paar einfachen Worten zusammenzufassen: Holy shit, goddamn muthafuckin' christ! „District 9“ dürfte der beste Science Fiction-Film sein, den ich seit etlichen Jahren gesehen habe. Ich habe lange darüber nachgedacht, aber letztlich ist D9 wohl der beste SciFi-Flick seit „Terminator 2“ und das meine ich völlig ernst. Wem ähnlich gute Science Fiction-Filme nach T2 einfallen, die sich mit D9 messen können, bitte in die Kommentare damit. (Mir fällt grade noch „Mars Attacks“ ein… und bitte komme mir keiner mit „The Matrix“. Bei dem bin ich damals tatsächlich im Kino eingeschlafen.)

D9 bietet einen intelligenten Plot kombiniert mit innovativer Narration und belässt es nicht dabei. Denn er steigert sich konsequent und zeigt im letzten Drittel kompromisslose Action featuring Riesenroboter, an denen sich die Bay-Transformers mehr als eine Scheibe abschneiden sollten. Science Fiction at its best und so hat man das Thema „Aliens auf der Erde“ garantiert noch nicht im Kino gesehen. Wer bislang nur den Trailer kennt: Der zeigt lediglich das Ausgangsszenario und ungefähr nur Bilder aus den ersten 15 Minuten, der Rest bleibt angedeutet und diffus.

D9 ist im Kern ein harter SciFi-Actionfilm mit sehr creepy Momenten und vertraut mir: Wenn ich schreibe, irgendetwas sei creepy, dann ist es creepy. Der Film kombiniert Cronenbergs Version von „Die Fliege“ mit einem Rassismus-Alien-Plot, Waffenhändler-Crime und Roboter-Action, zeigt all das in sehr frisch wirkenden Bildern, die das Konzept der „Mockumentary“ auf eine neue Stufe hebt. Fantastische Story, sehr gute Effekte, mitreißende Inszenierung… mit Sicherheit einer der besten Filme des Jahres und Neill Blomkamp dürfte mit diesem Film der begehrteste Regisseur der nächsten Jahre werden (und er denkt schon jetzt über ein Sequel nach, was nach dem Ende des Films durchaus Sinn ergibt).

Hier der Trailer:

(Youtube Direktdistrict)

Hier der dem Film zugrundeliegende Kurzfilm von Blomkamp:


(Youtube Direkt9)