Telepolis über den nicht stattfindenden Picknick-Flashmob in Braunschweig

Der am Samstag nicht stattfindende Picknick-Flashmob in Braunschweig hat sich mittlerweile zu einem kleineren Politikum entwickelt, deshalb nochmal der Hinweis, dass am Samstag, den 8.8. von 16 bis 18 Uhr KEIN Picknick auf dem Braunschweiger Schlossplatz stattfinden wird. Unbedingt nicht hingehen! Snip von Telepolis:

Der geplante Flashmob und das städtische Verhalten dazu haben mittlerweile eine öffentliche Debatte ausgelöst. "Eine wirkliche Politisierung des Flashmobs kam erst durch das Verbot der Stadt", sagt Schadt. Und damit könnte er recht haben: verschiedene Parteien bekunden inzwischen ihre Solidarität. Die örtlichen Jusos schreiben in einer [extern] Erklärung: "Die Plätze sollten für alle Braunschweigerinnen und Braunschweiger offen für Aktivitäten und ein Ort der Lebensfreude sein." Nicht nur Open-Air-Vorstellungen des Staatstheaters gehörten zum kulturellen Leben. "Zu einer lebendigen Stadtkultur gehören in der heutigen Zeit eben Aktionen wie Konzerte, Maikundgebungen oder eben Flashmobs", meint Juso William Labitzke.

Jens Seipenbusch, Bundesvorsitzender der Piratenpartei spricht von einer Kunstaktion, die "durch Behördenwillkür bedroht" sei. Christian Koch, Landesvorsitzender der niedersächsischen Piraten, rief indirekt zur Teilnahme auf: "Natürlich würden wir Piraten niemals eine Aktion unterstützen, die vom Braunschweiger Ordnungsamt mit einem Veto belegt wurde. Daher fordern wir all unsere Unterstützer und Sympathisanten explizit auf, sich auf keinen Fall an besagtem Tag auf dem Schlossplatz einzufinden, Essen und Trinken mitzubringen, Spaß zu haben und dazu vielleicht noch Freunde einzuladen." Auch Politiker der Linken und der Grünen haben angekündigt, am Samstag auf dem Platz zu erscheinen. So hat die Stadt Braunschweig mit ihrem Vorgehen mehr Aufmerksamkeit auf den geplanten Flashmob gerichtet, als ihr lieb sein dürfte.

Braunschweig will Flashmob verhindern