Amanda Palmers Twitter-Flashmob-Musikvideo – Die Zukunft des Musikbiz?

Amanda Palmer hat Fans per Twitter und Blog zu einem spontanen Gig am Strand von Los Angeles eingeladen und weil das Wetter so toll war, haben sie gleich ein spontanes Low Budget-Musikvideo zu einem Cat Stevens-Song gedreht. Und nachdem ich mir das angesehen habe, frage ich mich, ob das nicht die Zukunft des Musikbiz war, die ich da grade gesehen habe. Vielleicht ist die Zeit teurer Produktionen und Musikvideos ganz einfach genauso vorbei, wie die Zeit der Prunkbauten der Aristokraten und der Gigantomanie im kommunistischen Russland.

Es gibt eine Theorie in der Evolutionslehre, laut der Spezies, die vom Aussterben bedroht sind, zum Riesenwuchs neigen. Die größten Dinosaurier, die jemals die Erde bevölkerten, waren auch die letzten Saurierarten. Und vielleicht sind die zu den Four Big zusammengewachsenen Majorlabel nichts weiter als gigantische Saurier, vom Aussterben bedroht, während die Säugetiere bereits jetzt zwischen deren Zehen herumwuseln und mit Twitter und billigen Flashmobvideos autonom Geld verdienen. Vielleicht liege ich aber auch völlig daneben, aber in meinem romantischen Kopf fühlt sich das ganz gut an.

this was a spontaneous video made on july 1, 2009 in hermosa beach (los angeles, CA).... amanda had gathered a bunch of folks by announcing a "ninja beach gig" on her blog & twitter. lots of people came, amanda played ukulele for a while, there was a big gorup shotoshoot....then amanda decided it was a fine day for a music video. here's what we did.

Vorher auf Nerdcore:
Amanda Palmers Song für ihr Label: „Please drop me“
Wie Amanda Palmer 19.000$ per Twitter verdiente