Fünf Irrtümer über die Piratenpartei

Futurezone hat einen sehr schönen Artikel über die Piratenpartei.

Populärer Irrtum #2: Die Piratenpartei spricht nur oberflächliche Trendthemen an, die sich so schnell ändern werden wie die Technologie, die sie hervorgebracht hat.

Antwort: Die Probleme, die zur Gründung der Piraten geführt haben, wurzeln tief in den Ursprüngen der Computerkultur. Wer sich die Mühe macht, in Steven Levys Standardwerk "Hackers" nachzulesen, wird feststellen, dass der freie Austausch von Programmcode schon in der Frühzeit der digitalen Revolution ein heiß umstrittenes Thema war. Angesichts der Komplexität von Software müssen Programmierer modular denken. Patente - speziell Trivialpatente nach US-Vorbild - und Copyright-Fragen halten schnell den Betrieb auf und führen zu sinnlosen Redundanzen.

Wer ein Computersystem administriert, wird sich auch schnell Fragen stellen müssen, die den Schutz der Privatsphäre berühren. Außerdem sind Computer Maschinen, die perfekte Kopien herstellen können. Sie mit DRM-Systemen und flankierenden gesetzlichen Maßnahmen daran hindern zu wollen, anstatt diesen Vorteil zu nutzen, um beispielsweise Vertriebskosten zu reduzieren und sein Geschäftsmodell entsprechend anzupassen, wirkt auf einen Profi wie der Versuch, mittels magischer Rituale die Gravitation aufheben zu wollen.

Fünf Irrtümer über die Piratenpartei (via Jens Scholz)