Stringtheorie-Wissenschaftler über Unmöglichkeiten von SciFi-Technologie

Technology Review hat einen superinteressanten Artikel von Stringtheorie-Wissenschaftler Michio Kaku, in dem er die Unmöglichkeit (oder eben die Möglichkeit) von Science-Fiction-Technologien untersucht.

Dazu unterteilt er Unmöglichkeit in drei Kategorien: Die erste ist nur eine scheinbare Unmöglichkeit, weil die Technologie nicht gegen physikalische Gesetze verstößt, sondern eher ein Konstruktionsproblem darstellen. Als Beispiel dieser Kategorie nennt er dann auch Lichtschwerter, sagt aber nicht, warum. Also mach ich das mal:

Lichtstrahlen lassen sich durch starke Gravitationswirkung krümmen, man bräuchte also nur ein Material, mit einer hinreichend hohen Dichte und einen starken Laser, der von diesem Material in exakt 180° gekrümmt und zur Quelle zurückgelenkt wird (und dort auf wundersame Weise keine Zerstörung anrichtet): Voila, Lichtschwert. Wie man das Lichtschwert mit dem extrem dichten und damit extrem schweren Material allerdings tragen soll, weiß ich auch nicht. Aber hey, im Prinzip geht das!

Snip von Technology Review:

Ist also letztendlich alles möglich, wenn die Wissenschaftler nur genügend Fantasie beweisen? Um etwas Ordnung in die Beantwortung dieser Frage zu bringen, habe ich "Unmöglichkeit" in drei Kategorien eingeteilt: Unsichtbarkeit gehört für mich zu den "Unmöglichkeiten ersten Grades". Das sind Entwicklungen, die nur scheinbar die bekannten physikalischen Gesetze verletzen, in den kommenden Jahrzehnten oder Jahrhunderten aber dennoch möglich werden könnten. Die in der klassischen Science-Fiction gern verwendeten Dinge wie Strahlenwaffen, Lichtschwerter, intelligente Roboter, Raumschiffe und Antimaterie-Antriebe verletzen nicht die Gesetze der Physik und stellen daher hauptsächlich ein Ingenieursproblem dar.

Bei "Unmöglichkeiten zweiten Grades" dagegen handelt es sich um Techniken, die zwar heute unmöglich sind, allerdings in einigen Jahrtausenden möglich werden könnten. Das berühmteste Beispiel dafür ist die Zeitreise, die schon seit Jahrhunderten die Fantasie von Science-Fiction-Autoren angeregt hat: Der Astrophysiker Stephen Hawking hat zwar versucht zu beweisen, dass Zeitreisen unmöglich sind: Sie verletzten ein grundlegendes Gesetz der Physik, das er die Chronologie-Schutzhypothese nannte und das "die Geschichte sicher für Historiker machen" würde. Nach einigem Aufwand musste er jedoch schließlich zugeben, dass er seine Hypothese nicht beweisen kann.

Die Physik des Unmöglichen

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