Cop verprügelt Kameramann und schränkt Pressefreiheit ein (UPDATE)

[update] Björn hat mich in den Kommentaren auf einen Zeit-Artikel aus den 90ern über den Herrn Kameramann hingewiesen und der ist alles andere als vorteilhaft, um es mal so auszudrücken. Ich habe das Video deshalb entfernt (aber verlinkt) und den Link zu seiner Seite rausgenommen (aber die URL lesbar gemacht).

Wiebold bezeichnet sich als "Nachrichtenjäger", andere nennen ihn "Mann ohne Mitleid", "Wegelagerer" und manchmal auch "Arschloch". Rund 450 Einsätze im Jahr, ein Mann, der das Grauen liefert: Ob Tuchfühlung mit dem Gladbecker Geiselgangster Degowski oder die letzten Bilder eines unbekannten Juweliers in Essen-Überruhr, bei Wiebold ist es zu haben.

Der Nachrichtenjäger (Danke Björn!)

In diesem Video prügelt ein Polizist auf einen Kameramann ein und zerstört dessen Kamera und gibt zu, die Pressefreiheit einzuschränken. Disziplinarverfahren ist bereits eingeleitet. Christian schreibt mir: „Unglaublich wie das Recht der Pressefreiheit mit Füßen getreten wird, gut dass es mal auf Video gebannt wurde.“ Polizeigewalt gegen Kameramänner, Zensur... hier fügt sich ein sehr, sehr düsteres Bild unserer „Autoritäten“ zusammen. Ein sehr düsteres.

Am gestrigen Abend ist in Geldern eine ältere Frau aus noch unklaren Gründen in einen See gestürzt und drohte zu ertrinken. Einsatzkräfte der Feuerwehr zogen die Frau aus dem Wasser und spannten Sichtschutzdecken um den Rettungsort.

Zunächst durfte der Kameramann ganz normal seiner Arbeit nachgehen, doch als die Verletzte, von Decken geschützt, zum RTW getragen wurde, verbot einer der Polizisten plötzlich das Filmen. Nachdem der Kameramann versuchte dem Polizisten klar zu machen, dass hier geltendes Recht gebrochen wird, rastete dieser vollkommen aus. Nachdem zunächst die Kamera zu Boden geschlagen und hierbei erheblichen Schaden nahm, richtete sich dann auch die körperliche Gewalt gegen den Kameramann der hart zu Boden geschlagen wurde. Er war dem Polizisten hilflos ausgeliefert, denn kein anderer eilte dem Kameramann zur Hilfe um den ausser Kontrolle geratenen Polizisten zurückzuhalten. [...]

Dazu teilt die Kreispolizeibehörde Kleve mit:

Die Pressefreiheit ist ein hohes grundgesetzlich garantiertes Gut. Einschränkungen der Pressefreiheit sind nicht zu tolerieren. Auf Initiative der Kreispolizeibehörde Kleve werden in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Kleve die kriminalpolizeilichen Ermittlungen zu einem möglichen strafrechtlich relevanten Verhalten des Polizeibeamten beim Polizeipräsidenten Krefeld geführt.

Gleichzeitig wurde zur Prüfung des Verhaltens ein Disziplinarverfahren gegen den Beamten eingeleitet.

Zwischenfall zwischen Polizeibeamtem und Medienvertreter: http://wieboldtv.de/pageID_8112326.html