Lawrence Lessigs Vortrag in Berlin als MP3

Ich höre grade den Vortrag von Lawrence Lessig vom 15. Mai in der Berliner Heinrich-Böll-Stiftung, der grade als MP3 veröffentlicht wurde. Das MP3 ist nur eine halbe Stunde lang, die anschließende Diskussion ist also nicht enthalten. Snip von der Böll-Seite:

Derzeit vergeht kaum ein Tag, an dem nicht der Untergang des Abendlandes beschworen wird. Aufgeschreckt durch den schwedischen PirateBay-Prozess und das Scan-Projekt von Google verstricken sich juristische Laien in den Feuilletons, betroffene Kulturschaffende und Vertreter der Content-Industrien in eine lautstarke Debatte zur Zukunft des Urheberrechts.

Dabei nimmt die Frontstellung zwischen den Befürwortern einer digitalen Tauschökonomie und den Anwälten eines Schutzes von geistigem Eigentum Züge eines ideologisch verbohrten Kulturkampfes an. Unterschiedliche Sozialisationsmuster und Interessen scheinen eine Verständigung zwischen beiden Lagern unmöglich zu machen.

Dabei liegen schon längst pragmatische Vorschläge auf dem Tisch, wie die gewandelten Konsumptions- und Produktionsbedingungen im Internet durch neue Verkehrsformen abgebildet werden könnten. So soll etwa eine Kulturflatrate den Zugang zu Tauschbörsen entkriminalisieren und gleichzeitig die Vergütung von Kreativen gewährleisten. Prof. Lawrence Lessig, Gründer der Creative-Commons-Initiative und Vordenker der Urheberrechtsevolution, versucht in einer Spezialausgabe der Reihe SPIELSTAND, die amerikanischen Erfahrungen mit den Copyright Wars für die europäische Debatte nutzbar zu machen.

Lawrence Lessigs Vortrag (MP3, 43MB) (via Just)