Yeah Yeah Yeahs live @ Columbiahalle Berlin, 6. Mai 2009

Gestern Abend also das Konzert der Yeah Yeah Yeahs im Rahmen ihrer Tour zum aktuellen Album „It's Blitz!“ und es war fucking epic! Die haben mich dermaßen weggeblasen, ich finde keine richtigen Worte dafür. Ich habe zwar schon immer davon gehört, dass die YYYs live eine Wucht seien und die Alben nur eine ungefähre Wiedergabe davon, was sie live zustande bringen, so richtig geglaubt hatte ich das allerdings nie. Bis gestern.

Am besten fasse ich das Konzert wohl in einem Satz zusammen, den ich ein paar mal zu meiner wundervollen Begleitung sagte: „Ich glaube, die haben Acid ins Bier getan“. Denn genauso war das geplant von den YYYs. Dieser und wahrscheinlich auch alle anderen ihrer Gigs sind als riesige Trips geplant, was bei der Set-List anfängt, die unfassbar geschickt zwischen Festival-kompatiblen Hüpf-Songs und sehr, sehr ruhigen aber auch sehr, sehr psychedelischen Songs hin und hermäandert, Skeletons war pure Magie. Die erzählen Geschichten mit ihrer Show, absolut wunderbar!

Dazu kommt die Kraft, die Karen Oh auf der Bühne ausstrahlt. Wenn die ihren Kopf zurück reckt und Wasserfontainen in die Luft spuckt, wärend es auf der Bühne glittzerndes Konfetti regnet, dann fehlen mir schlicht die Worte außer: großartig! Abartig großartig! Dazu begleitet sie jede einzelne Textzeile mit Gesten und Posing, die tatsächlich eher minimalistische, aber wirkungsvolle Lightshow tut ihr übriges. Die Yeah Yeah Yeahs haben sich gestern abend als das erwiesend, für das ich sie schon immer gehalten habe: Als eine der größten Bands unserer Zeit und wenn man bedenkt, dass „It's a Blitz!“ erst ihr drittes Album ist und wohin sich Radiohead nach drei Alben noch entwickelt haben... da geht noch einiges.

Ein Kollege meinte einmal, er könne die YYYs nicht leiden, weil sie artyfarty Kunstscheiße wären und viel zu hip. Er hat ja auch Recht damit, die YYYs sind eine Fashion-Band und ich wäre ebenfalls alles andere, als überzeugt. Wenn da eben nicht die Musik wäre, die einen auf einen Trip schickt und mit Karens Gequietsche wieder runterholt und dann wieder draufschickt. Derselbe Kollege meinte dann übrigens dann, zwei Jahre später, als er sich die Alben endlich tatsächlich mal angehört hatte: „Alter, die Yeah Yeah Yeahs machen schon ziemlich anständige Musik.“ Ich wiederhole mich, aber: fan-tas-tisch!

Die Bilder kommen aus den Sets der Flickr-User Wonker und Guus Krol.