re:publica 2009 Tag 1: John Kelly und „Blogs in Deutschland“

01.04.2009 Misc #Republica

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Grade habe ich bei Spreeblick erste Gedanken zu den ersten paar Vorträgen auf der re:publica 2009 aufgeschrieben. Oben der Live-Stream, Snip:

Heute morgen hielt John Kelly einen hochinteressanten Vortrag über sein Projekt der Kartografierung internationaler Blogosphären, heute mit dem Fokus auf die deutsche Blogosphäre, hier ein wackeliges iPhone-Foto davon:

johnkelly

Und hier verpasste ich natürlich den Nerdcore-Moment. John Kelly zeigte ein paar Blogosphären-Maps, die die Verlinkungen auf bekannte Blogs darstellten. Ich guckte grade in den Rechner, da hörte ich auf einmal „And here Sites that link to Nerdcore.de“ und ich schaute hoch, erhaschte einen kurzen Blick und weg war's... davon hätte ich gerne ein Foto gehabt. Wurscht, weiter im Text:

Danach sprachen Thomas Knüwer, Markus Beckedahl, Robert Basic, Stefan Niggemeier und Sascha Pallenberg über den Zustand und die Zukunft der deutschen Blogs, wobei sie sich meines Erachtens mal wieder viel zu sehr mit dem Verhältnis von Blogs zum professionellen Journalismus aufhielten. Stefan bemängelte zu wenig originären Content, Markus freute sich über zunehmende Politisierung, Robert sagte ein paar sehr richtige Worte – und das ohne „Sodelle“! – darüber, dass die deutsche Blogosphäre zu sehr „nachdenkt“ statt zu bloggen und Sascha sah viel Potential für die Zukunft. Das sehe ich ähnlich und denke, dass die Diskussion über das Verhaltnis zur Journaille recht überflüssig ist, weil die Fakten bereits auf dem Tisch liegen: Die Blogosphäre überzieht die Profi-Medien mit einer Schicht aus Kommentaren, vernetzte Leserbriefe quasi. Und Twitter bildet mittlerweile den Lack über dieser Schicht. Nette Diskussion, bei der aber vielleicht ein wenig mehr drin gewesen wäre.

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