Warum ich meine Dusche doof finde.

27.03.2009 Misc #Storys

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Ich kann nicht so gut mit meiner Dusche und das liegt nicht an mir. Ich habe es jetzt schon so oft versucht mit ihr, aber sie hört einfach nicht auf mich, die dumme Sau. Denn meine Dusche ist ein ganz durchtriebenes Stück.

Muss man sich mal vorstellen, da stellt man sich nackend in seiner ganzen Mannespracht vor diese Dusche und dreht zunächst ein bisschen heisses Wasser auf und dann ein bisschen kaltes, auf dass sich beide zu einem angenehmen Strahl etwas wärmeren als lauwarmen Wassers zusammenfügen möchte. Was bekomme ich? Verbrühte Haut, denn mit dem was da zunächst herauskommt, könnte man locker Weißwürschte in Sekunden garen. Also dreht man, ganz der Logik so eines Duschsystems folgend, ein bisschen mehr am kalten Wasser.

Woraufhin pure Eisklötze aus dem Duschkopf herausfallen und man anfängt, zu schnattern und zu frieren und es bilden sich langsam kleine Eiskristalle auf dem Sack. Also, denkt man sich: „Nun gut, Dusche.“ Und dreht ein bisschen am Heißwassergnubbel. Der geneigte Leser kann sich denken, was nun kommt. Natürlich kommt sogleich glutheisses Wasser herausgeschossen.

Der Wasserdruck beträgt übrigens, weil man ja immer nur Wasserhahnduschgnubbel aufgedreht hat, ungefähr drölf Millionen Bar, das Wasser kommt mittlerweile (knallheiss!) aus dem Ding geschossen wie aus einem Wasserwerfer. Also dreht man das heisse Wasser ab, ein bisschen nur, nur ein klitzekleines bisschen. Und – keine Überraschung – die Wasserleitung spuckt die komplette Arktis über einem aus.

Das geht so nicht, Dusche. Zwar finde ich nach gefühlten 5 Stunden jedesmal die magische Duschwasserregulierungsgnubbelkombination, die das Wasser in einer erträglichen Temperatur liefert, aber: Das geht so nicht. Wir müssen reden.

Dein verbrühter, erfrorener und frisch geduschter René.