Doku: Punk Attitude


(Googlevideo Direktpunk, via KFMW)

Saint hat die hervorragende Dokumentation „Punk Attitude“ von Don Letts ausgegraben, die nicht wie jede andere Doku die heiße Phase des Punk von Mitte bis Ende der Siebziger thematisiert, sondern auch ganz korrekt den Rockabilly der 50s mit einbezieht. Unbedingtes Must-Watch für alle Interessierten. Snip von einem Review auf laut.de:

Der Husarenritt dauert knapp neunzig Minuten und umspannt in der Hauptsache die späten Siebziger, ordnet Punk aber immer im größeren Rahmen ein. Legs McNeil von Punk Magazine beispielsweise stellt Marlon Brando in "The Wild One" an den Anfang des Punk. Auch Rock'n'Roller der ersten Stunde wie Chuck Berry, Elvis und Jerry Lee Lewis werden in ihrer Unangepasstheit als Urväter des Punk bezeichnet. Über die Hippies in den USA, Bands wie Velvet Underground, MC5, die Stooges, und die New York Dolls (großartig zu betrachten in einem alten Musikladenauftritt) geht es zu den frühen Punks.

Neben altbekannten Bildern (Omas drehen sich auf der King's Road entsetzt nach bunten Punks um) gibt es auf "Punk Attitude" eine Unmenge an unbekanntem Material zu sehen. Rumpelige, frühe Auftritte von The Clash, den Sex Pistols, den Ramones und unzähligen anderen Bands machen die Dokumentation auch für den Fan interessant.

A propos unzählig. Eine wahre Heerschar an Zeitzeugen und ehemaligen Aktivisten kommt zu Wort: Ihren Senf dazu geben Darryl Jennifer (Bad Brains), Steve Jones und Glen Matlock (Sex Pistols), Chrissie Hynde (Pretenders), Thurston Moore (Sonic Youth), Howard Devoto und Pete Shelley (The Buzzcocks), Siouxsie Sioux, John Cale (Velvet Underground), Wayne Kramer (MC5), Jello Biafra (Dead Kennedys), Mick Jones und Paul Simonon (The Clash), Dick Manitoba (The Dictators), Tommy Ramone (Originaldrummer der Ramones), Poly Styrene (X-Ray Spex), Ari Up (The Slits), Roger Miret (Agnostic Front), Keith Morris (Black Flag, Circle Jerks) und John Holmstrom (Punk Magazine), um wirklich nur die wichtigsten zu nennen.

Wahrlich köstlich sind die Statements von Henry Rollins, der zum Beispiel Hardcore so erklärt: "That's when the 'Fuck Yeah guy' got a guitar!"

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