Telepolis Special: Zukunft

Endlich hab ich mein Exemplar des Telepolis Sonderheftes zum Thema Zukunft, das war wohl bereits ausverkauft und ich habe über den Kiosk um die Ecke eine Bestellung aufgegeben, wo ich jetzt schon seit zwei Wochen auf ein Retour-Exemplar wartete. Heute kam's endlich und es ist absolut fantastisch.

Angefangen bei den Beiträgen von Nobelpreisträger Steven Weinberg über die Weltformel, Bill Gates über Roboter, Astronomie-Prof Harald Lesch über Futurologen und im Interview, die Science-Fiction-Autoren Wolfgang Jeschke, Marcus Hammerschmitt und Herbert W. Franke, noch dazu Arthur C. Clarke in seinem letzten Interview. Und das ist nur der Text. Der Abschuss sind nämlich die digital restaurierten Illustrationen von Frank R. Paul.

Frank R. Paul gilt als einer der ersten Illustratoren von SciFi-Magazinen, seine Arbeiten beeinflussten unmengen von Science-Fiction-Autoren von Ray Bradburry bis Arthur C. Clarke. Snip von Wikipedia:

amazing

Paul war ein ausgebildeter Architekt und wurde berühmt durch seine Illustrationen für die ersten amerikanischen Science Fiction-Magazine. Drei Jahre hindurch, von 1926 bis 1929, stammte jedes Cover der Zeitschrift Amazing Stories [...] von Paul. Sein dramatischer und detailgenauer Darstellungsstil mit Robotern, Raumschiffen und eindrucksvollen Zukunftsstädten machte Schule. Frank R. Paul gilt als der erste Illustrator, der das Bild einer Raumstation entwarf.

Sehr viele seiner Artworks kann man hier online anschauen: The official Frank R. Paul Gallery, die Illustrationen im Telepolis-Heft entstammen Scans dieser uralten SciFi-Pulp-Hefte. Fantastisch und alleine dafür schon das Geld wert, wobei die Achtfuffzich nicht wirklich teuer sind für ein solches Magazin. Hier noch das Inhaltsverzeichnis und hier die Bestellmöglichkeit, absolutes Must-Have für alle Futurismus- und SciFi-Interessierten, Snip aus dem Editorial:

Die Zukunftsschau startet mit einem Blick auf die nächsten hundert Jahre und dringt dann in zeitliche Gefilde vor, in die sich bislang noch kein anderes (populär-)wissenschaftliches Magazin gewagt hat: sage und schreibe 1000 Jahre in die Zukunft.

Damit unsere fiktive Expedition gleichwohl nicht zu einem rein trivial-fantastischen Abenteuer verflacht, haben für dieses Magazin namhafte Wissenschaftler, renommierte Wissenschaftsjournalisten und Science-Fiction-Autoren zur Feder gegriffen. Diese gesunde Mischung scheint vielversprechend, avancierte doch schon Ende des 19. Jahrhunderts der Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalist H. G. Wells zum ersten „echten“ Science-Fiction-Autor, dessen Prognosen erstaunlich treffsicher waren – ganz im Gegensatz zu den Voraussagen der Futurologen. Wie fehlerhaft diese Branche zeitweise extrapolierte, legt Bestseller-Autor Andreas Eschbach sehr anschaulich dar.

Unsere Experten thematisieren unter anderem die künftigen Gefahren der Nanotechnologie, der Überbevölkerung und die des Klimawandels und zeigen die Chancen der Raumfahrt, Robotik oder Quantenphysik auf. Was sich aber dabei auch immer an überraschenden Schlussfolgerungen herauskristallisiert – die Zukunft liegt in unserer Vorstellungskraft.

Telepolis special 01/2009: Zukunft