Twitter-Livesuche als Unternehmens-Website

skittles

Skittles produzieren Süßigkeiten in Amerika und die haben grade ihre Website relauncht und ihre Homepage zeigt nun keine tollen Produktinformationen oder Unternehmensmeldungen, die keiner liest und die auch kein Schwein interessieren. Nein, die Homepage der Skittles zeigen nun die Twitter-Livesuche nach „Skittles“. Das ist mindestens mutig, denn es schließt jede Konversation zum Unternehmen und zum Produkt ein, auch negative Meinungsäußerungen.

Darüberhinaus zeigen die Navigationspunkte zu den Produkten auf die Wikipedia-Seiten, Videos zum Youtube-Channel, Friends auf das Facebook-Profil und Pics zu einer Suche nach „Skittles“ auf Flickr. Eine so konsequente Öffnung einer Unternehmenswebsite in die öffentliche Konversation um die Marke habe ich selten – eigentlich noch nie! (doch: es gab mal eine deutsche Agentur, deren Name mir grade nicht einfällt, die hatte ihr Portfolio nach Flickr ausgelagert und Info zeigte auf Wikipedia, glaube ich) – so konsequent ausgeführt gesehen, wie hier.

Selbstverständlich: Das funktioniert nicht für alle Unternehmen oder Marken. EIn Süßigkeitenhersteller hat es da eher leicht, wenn er nicht grade Schwefelsäure in seinen Produkten verbreitet. Die Äußerungen auf Twitter („Ah, jetzt ein Dingens!“) dürften eher positiv gefärbt sein, so wie ich jetzt schreiben könnte („Ah, jetzt ein Schoki-Dings!“). Man stelle sich eine solche Website im Moment für Opel vor. Das wäre nicht so schön, denke ich.

Dennoch: Respekt für die Öffnung in moderne Kommunikationsstrukturen, schönes Beispiel für modernes Webdesign.

(via Laughing Squid)