Who Pacs The Pacmen?

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Hier ein Pacman/Watchmen-Mashup-Shirt (via Offworld). Ich habe mir „Watchmen“ gestern übrigens in einer Pressevorführung angesehen, mein Review steht auf Spreeblick.

Der Film ist zum Glück nicht so zeitlupenintensiv wie angenommen, erwarteten doch die meisten nach dem Slomo-Porno „300“ erneut eine langsame Orgie von Zack Snyder (Regie). Dem ist nicht so, er setzt die Zeitlupe zwar häufig ein, das tut er aber sehr pointiert und nicht exzessiv.

Überhaupt: Ästhetik. Der Film sieht wahnsinnig gut aus, was natürlich nicht Snyder, sondern Alan Moore bzw Dave Gibbons (Zeichner des Comics) geschuldet ist. Snyder hat die Panels des Comics oft 1:1 umgesetzt, nur hier und da Änderungen vorgenommen, um der größeren Dynamik des Medium Films gerecht zu werden. Unter anderem änderte er das Ende, was unter den Fans große Diskussionen auslöste. [Spoiler!] Wo am Ende des Comics ein riesiger Riesenkraken ganze Städte auslöscht, sind es hier schnöde Superbomben, mit der Energiesignatur Dr.Manhattans versehen. Das Ende funktioniert für den Film tatsächlich besser, ein riesiges Tier wirkte deplatziert.[/Spoiler!]

Die Meta-Ebene der Vorlage streut Snyder an manchen Stellen ein, indem er andere filme zitiert und versucht so, diese Erzählebene in den Film zu holen. Als Beispiel sind mir vor allem „Oldboy“ und „Apocalypse Now“ (die Vietnamszene ist mit Wagner unterlegt) aufgefallen und eine der Splatterszenen wirkte tatsächlich sehr Braindeadesque. Hier bleibt es aber beim Versuch, bei Einzelfällen und sie wirken, wie ein „Hey, wir müssen unbedingt die Meta-Ebene cineastisch übersetzen“.