Isle of Man testet die Kulturflatrate (UPDATE)

[update] De:Bug schreibt: „The Register.co.uk meldet jetzt, zumindest einer der großen ISPs (groß bei 80.000 Anschlüssen?) hat davon noch nichts gehört, und derjenige, der das Thema auf der Midem aufgebracht hat, ist ein Radiomoderator.“

Die Steueroase Isle of Man will als erste Nation eine Kulturflatrate testen. Die Isle of Man ist der britischen Krone unterstellt, aber kein Teil des Vereinigten Königreichs und auch nicht Mitglied der EU. Und genau deshalb können sie einfach mal rumprobieren mit solchen Sachen. Dennoch: Sollte dieser Testballon erfolgreich verlaufen, könnte das natürlich auf zukünftige Vorhaben der Musik-Industrie positiv abstrahlen. Wir werden sehen.

Die Regierung der Isle of Man will sich als Pionier einer Kulturflatrate profilieren. Das verkündete auf der Musikmesse Midem in Cannes Ron Berry aus der Abteilung E-Business des Finanzministeriums der 80.000-Einwohner-Insel. Gegen einen zusätzlichen Aufschlag auf die Monatsgebühr für ihren Breitbandanschluss sollen die vom Königreich unabhängigen Insulaner dann nach Herzenslust legal Musik aus dem Netz herunterladen können.

"Wir haben den Vorteil, dass wir 100 Prozent Breitbandpenetration haben," sagte Berry. Die Telefonica-Tochter Manx sowie Cable and Wireless sind die beiden großen Netzbetreiber auf der Insel, daneben bieten noch ein paar ISPs schnelle Internetverbindungen. Schon 2001 gab es auf der Isle of Man ein 3G-Mobilfunknetz.

"Der Aufpreis muss nicht mehr als ein Euro oder vielleicht auch nur 50 Cent betragen", sagte Berry gegenüber heise online. Die ersten Reaktionen aus der Musikbranche seien positiv.

Isle of Man will Kulturflatrate erproben (via Nico)