Der Tag, an dem Keanu stillstand

Und ich hab's dann gestern abend doch getan und mir trotz aller Kritiken und Warnungen das Remake von „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ angesehen. Weil ich das Original liebe, immer noch einer der originellsten „It came from outer space“-SciFi-Filme, die jemals gedreht wurden. Und was haben sie daraus für einen Murks gemacht.

Nicht nur, dass Keanu Reeves praktisch nicht spielt, was in dieser Rolle ja gar nicht so unangebracht ist, er ist ja so gar nicht auf der Leinwand, keinerlei Präsenz, nichts. Dazu kommen die schrecklich einfallslosen UFOs in Form von leuchtenden Blasen, der sehr schlecht gestaltete Riesenroboter Gort, die insgesamt furchtbaren Tricks (denn jetzt mal ehrlich: Partikeleffekte sind sowas von 1998) und das langweilige Set-Design... der Film sieht einfach billig aus, das Ende wirkt angeklatscht und alles wirkt so uninspiriert, dass man sich fragt, ob die Macher auch nur irgendeinen persönlichen Bezug zum Original hatten.

Lieblos passt wohl am besten zu diesem Murks und einzig Jennifer Connelly mit ihrer engen Lederjacke und ihrem hin- und herschwingenden Pferdeschwanz hielt mich (neben meiner wundervollen Begleitung) davon ab, verärgert aus dem Kino zu stapfen. Ganz blöder Film, der in einer Reihe dieser ganzen Remake-Reinfälle von „The Fog“ bis „The Omen“ steht und einfach völlig unnötiger Scheiß ist. Und ich habe noch nichtmal mit den ganzen religiösen Anspielungen und dem nervigen Smith-Junior angefangen. Das beste an dem Film ist immer noch John Cleese und sein zweiminütiger Auftritt. Und Jennys Pferdeschwanz. Das war's dann aber auch schon.