Spielehersteller vs. Gebrauchtmarkt

12.11.2008 Games Misc #Fail

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Liebe Epic Games, ich weiß nicht genau, was in Eurem Kopf vorgeht, denke aber, dass es nichts sinnvolles ist. Ich glaube sogar sehr, dass Euch Eure Controller einen Riesenhaufen da reingekackt haben.

Der Präsident von Epic Games, Dr. Michael Capps, ließ in einem Gespräch mit dem Blog Gamesindustry.biz tief in die Abgründe der Spieleindustrie blicken. Seiner Ansicht nach ist der Second-Hand-Markt "ein Riesen-Problem für die Industrie". In diesem Kontext müsse man langsam anfangen, neue Möglichkeiten zu suchen, um der Lage Herr zu werden und Lösungen zu finden, um den Umsatz zu sichern. "Freischaltcodes für bestimmte Funktionen" lautet die aktuell vorgetragene Lösung. In der Brache scheint sich dieses Konzept langsam rumzusprechen.

Die neue, völlig absurde Idee ist folgende: Man könnte doch einfach vor dem Endgegner nach einem bestimmten Freischaltcode fragen. Diejenigen, die sich das Spiel über den Gebrauchtwarenmarkt oder eine Videothek beschafft haben, müssten für den Code zwanzig Dollar bezahlen. Den ehrlichen Käufer der "orginalverpackten Ware" würde man belohnen, indem der Freischaltcode dem Spiel beiliegt, jedoch nur einmal benutzt werden kann.

Bei Epic Games scheint man Markt und Kaufentscheidungen inzwischen in schwarz und weiß zu sehen. Capps sagte: "Ich würde es klar ablehnen zu sagen, dass unsere Spieler unser Feind sind - das würde keinen Sinn ergeben. Aber hier im Hause Epic haben wir die Regel, dass niemand gebrauchte Spiele kauft. Du kannst dir ziemlich sicher sein, dass ein Epic-Künstler niemals ein gebrauchtes Spiel kaufen würde, weil das die Art und Weise ist, wie wir Geld machen und wie auch alle unsere Freunde in der Industrie Geld machen."

Sollten Epic Games diesen Bockmist tatsächlich durchziehen, dann dürften sie sich schon morgen verwundert die Augen reiben, weil kein Schwein mehr ihre Unreals und Gears of Wars kauft. Was sagte nochmal George Carlin über Businessmen? „And if you’re a customer, that’s when they give you the really big smile! The customer always gets that really big smile as the businessman carefully positions himself directly behind the customer, unzips his pants, and proceeds to 'service' the account.“ True, true.

Kampfansage gegen Gebrauchtmarkt und Spieleverlieh