Von Umzügen und Bruce Wayne

Gestern hab ich zwei Jungs verarscht. Ich hatte mir grade das wundervolle Buch „Bat-Manga! The Secret History of Batman in Japan“ (und die MAD-Ausgabe mit diesem Alfred E. Neumann-Poster) und blätterte darin rum, als eine Mami mit ihren zwei Söhnen ins Büro kam. „Ins Büro“ klingt an dieser Stelle vielleicht merkwürdig, aber man muss wissen: ich bin hier nicht zum Spaß in Berlin, ich bin hier zum arbeiten!

Jedenfalls kamen da zwei Jungs ins Büro, so acht oder zehn Jahre alt, die fanden Batman natürlich super und als ich ihnen erzählte, dass ich Bruce Wayne kenne, wollten sie mir nicht glauben. Aber dann sagte ich, sie sollten doch meinen Papa fragen, der kenne den nämlich auch und seit diesem Moment bin ich für die zwei der Typ, der Batman kennt. Wow!

Leider war Batman heute nicht da, sonst hätte er mal mit anpacken können beim Umzug, bei dem ich heute geholfen habe. Ein Umzug in den fünften Stock. Ohne Aufzug. Mit drei Millionen Büchern und Zeugs und Kartons und Lampen und Sofas und Schränken und noch mehr Zeugs. Das sind dann die Momente, da merkt man: Du bist keine 20 mehr, René. Und: die Betrinkerei nach dem Kurzfilmfestivalpreisverleihungsdingsbums war keine gute Idee. Ich habe ja keine Ahnung, wie Batman das macht in seinem Alter, aber dafür habe ich während der Schlepperei an einem Baby geschnuppert, das wie ein Pfirsich aussah. Roch gut, genauso wie Babies eben so riechen, nur besser.

Und nachdem ich mich jetzt auf der Couch meines Vertrauens lang gemacht habe, noch ein wenig verschnaufen und ein langes Bad nehmen werde, stehen heute abend gleich zwei Konzerte und eine Party auf dem Programm. Kaum ist man mal in Berlin, schon rappelts im Karton voller Sozialstress. Und morgen fall' ich in mein ein Bett und stehe für 24 Stunden nicht mehr auf.