Stupid Design, Religion und Dawkins

Ich lese grade Richard Dawkins „Gotteswahn“ (ja, alt, ich weiß... egal, und: ja, ich war schon Atheist, bevor ich Richard Dawkins kannte) und es spricht mir ja aus der Seele, das Buch. Wunderbar, wie er den ganzen Religionsblödsinn zerpflückt und dahin schickt, wo es gehört: in das Reich der Mythen und Märchen. Und Kreationisten kann man ja ohnehin nicht ernst nehmen (was man nicht tun sollte, schließlich gewinnen die auch hierzulande zunehmend Einfluß, leider), nur halte ich sie langfristig für extrem gefährlich, da sie mit ihrem Unsinn Bildung und Wissenschaft unterwandern und behindern.

Man muss sich ja nur mal diese Präsentation (via), die offensichtlich aus einem kreationistischen Umfeld stammt, ansehen. Vor 6000 Jahren gab es also einen Wassermantel in der Atmosphäre, den Gott flutungstechnisch plitscheplatsche auf uns herab geschleudert hat. Und früher wurden die Menschen auch 900 Jahre alt. Ja, nee. Eigentlich dürfte man sich mit solchen Spinnern auf keine Diskussion einlassen, aber: siehe oben. Deshalb finde ich dieses Video ziemlich grandios, da es die These des „Intelligent Design“ als das entlarvt, was sie ist: dumm. Denn tatsächlich ist ein von Gott gestaltetes Universum ein mehr als schlampig gestaltetes, in dem wir an 99,9999% aller Orte auf der Stelle sterben.


(Youtube Direktstupiddesign, via)

Ich denke, Religion hat in der Wissenschaft nichts zu suchen, mir geht es sogar unheimlich gegen den Strich, dass Theologie als eigene „Wissenschaft“ bezeichnet wird, was ein Paradoxon ist, schließlich kann Theologie per se kein Wissen schaffen, das ist im System Glauben eben nicht vorgesehen. Netter Trick, aber sicher keine Wissenschaft. Religion ist ein Hirngespinnst, ein Überbleibsel aus Tagen, als wir noch auf Bäume geklettert sind und Schiss vor Feuer hatten und irgendwann wird der Mensch das Konzept Religion überwinden, weil er es nicht mehr braucht, davon bin ich absolut überzeugt. Schön fand ich diesbezüglich in Dawkins Buch die Evolution der Religion: Vom Polytheismus zum Monotheismus zum Agnostizismus zum Atheismus.

Schön, dass ich diesen Weg bereits hinter mir habe, da kann ich mir nämlich Gedanken zu anderen Dingen machen, als Osterhasen, Weihnachtsmänner, Drachen und Götter.

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