Eine kurze Huldigung einer Dusche in einem Berliner Hotel

Oh, Du wunderbare Dusche in einem Berliner Hotel, Du warst so toll. Das beste an Dir war die Duschwasserdruckregelungsmechanik, oder wie man das nennt. Die war herrlich und wir hatten viel Spaß miteinander, denn sie war so unglaublich open minded, dass sie Duschwasserdrucks, -drucke, -drücke oder -drücks, wie auch immer, auf einer unglaublichen Skala von 0 bis 13 Millionen Bar anbot und bewegte man die Duschwasserdruckregelungsmechanik auch nur um einen Millimeter, schabte man sich mit dem Duschwasser die Haut vom Körper und bewegte man die Duschwasserdruckregelungsmechanik um einen Millimeter in die andere Richtung, war das Wasser weg. Das fand ich sehr lustig. Vor allem, wenn man beim Haarewaschen mit dem Ellenbogen leicht die Duschwasserdruckregelungsmechanik touchierte, und einem der Duschwasserstrahl einem Wasserwerfer gleich ein Loch in den Kopf bohrte.

Ebenfalls ganz, ganz wunderbar waren unsere gemeinsamen Minuten, in denen ich wie Gott mich schuf (wenn es einen gäbe) auf warmes Wasser wartete. Das kam nämlich nur, wenn man die Duschwasserdruckregelungsmechanik auf volle Pulle einstellte und der Duschkopfdingenskirchen war in diesen Minuten nur sehr schwer zu kontrollieren, wer es einmal mit einem aufgedrehten Feuerwehrschlauch zu tun bekommen hat, weiß, was ich meine. Oh, Du wunderbare Dusche in einem Berliner Hotel, wir hatten wirklich viel Spaß zusammen und Du hast mich auch jeden Tag vortrefflich nass und sauber gemacht. Aber Du hast auch ein bisschen genervt. Aber wirklich nur ein kleines bisschen.