Liebes Tagebuch,

Heute bin ich durch ganz halb ein ziemliches Stück Berlin gelatscht und mir qualmen die Füße. Ich habe eine Bratwurst mit Senf und Brötchen, eine Schachtel Erdbeeren und ein Zitroneneis gegessen, zwischendrin hat mich eine Freundin bei einem „Where the hell is Matt“-Dance gefilmt und ich weiß jetzt auch, welchen Gesichtsausdruck Säuglinge beim Kacken machen. Cool. Danach gingen wir in einen Comic-Laden, wo ich mir endlich den achten Teil der „Walking Dead“-Reihe gekauft habe. Schließlich setzten wir uns in einen Park mit Spreeblick (sic!), in dem ich heldenhaft mit zwei fiesen Hunden kämpfte. Hier beende ich meine statthafte Ausdrucksweise und begebe mich zu den Krapftausdrücken.

Da legt sich so ein verfickter Penner mit zwei Hunden in den Park, schläft ein und lässt die zwei massigen Viecher frei rumlaufen, worauf diese zwei verfickten Tölen nix weiter zu tun haben, als jeden (!), der auch nur in 20 Metern Abstand vorbeiläuft, zähnefletschend anzubellen und auch teilweise anzuknabbern. Bis ich es leid war, als die Viecher eine junge Blondine aufs Korn nahmen. Ich also breitschultrig, wie ich nunmal bin, zu dem pennenden Penner gelatscht und auf dicke Hose gemacht: „Ey, kannst Du Deine Scheißtölen nicht mal an die Leine nehmen?“ Nicht, dass der Typ irgendetwas davon mitbekommen hätte. Dafür aber kamen auf die verfickten Scheißtölen natürlich mit einem Affenzahn auf mich zugekeilt. Und dann machte ich einen Fehler: ich wich zurück. Einen Schritt, dann zwei, mit zwei riesigen mittelgroßen Hunden vor mir, die knurrten und bellten und gar nicht freundlich aussahen. Schließlich wurde es mir zu bunt und ich ging auf die Teile zu, mit erhobenem Arm und... sie trollten sich. Hätte ich ja auch gleich mal dran denken können. René vs. the Bastard Hounds from Hell, unentschieden. Immerhin.

Danach ging's zu Malcolms Geburtstagsfeier im Hinterhof mit Bier und Comics und in ungefähr einer Stunde steht dann die nächste Party an. Damit ich die überlebe, mache ich mich grade im Hotel ein wenig frisch und futterte erstmal was zu Abend.

P.S.: Aus dem Nebenraum dringt „Moonlight Shadow“ von Mike Oldfield (was macht der eigentlich?) Ich trag's mit Fassung.