Warum alleine ins Kino gehen rockt - eine Replik

Gepostet vor 9 Jahren, 2 Monaten in #Misc #Movies #Storys

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Björn Grau hasst Cineasten, das wird schon in der Headline dieser Schmähschrift überdeutlich, in der er behauptet: „Niemand geht gern allein ins Kino. Wer anderes behauptet, hat keine Freunde.“ Disclosure: Ich kenne Björn persönlich und man mag sich und man hat auch schon das ein oder andere Bier zusammen getrunken und deshalb kann ich auch ohne schlechtes Gewissen behaupten: Du hast ja keine Ahnung, Du Arsch. Und weil der Arsch Cineasten hasst, hat er auch keine Ahnung, warum alleine ins Kino gehen rockt. Ich klär ihn mal auf:

1.) Keine nervenden Freunde
Wenn man alleine ins Kino geht, gibt es niemanden der nervt, vom mitguckenden unbekannten Publikum mal abgesehen. Man muss sich nicht in die Mitte der Clique zwängen, da klaut einem keiner das Popcorn und es trinkt einem auch niemand das Bier weg. Man hat den ganzen Film und sämtliche Getränke und das komplette Popcorn für sich alleine, was jetzt arg egoistisch klingt, in einem Kino aber durchaus Sinn ergibt. Schließlich ist man sowieso alleine, egal ob mit oder ohne nervende Freunde, es gibt im Kino nur den Film und Dich, that's it. Freunde und Bekannte stören da nur.

2.) Keine nervenden Fragen
Wer kennt das nicht. Man sitzt im Kino mit ein paar Kumpels und auf einmal muss einer Pinkeln gehen. Das nervt schonmal, weil er aufsteht, sich umständlich an meinen Knien vorbeizwängt, man muss die Beine anwinkeln und im allerschlimmsten Fall verpasst man die beste Szene des Films. Und wenn er dann wieder kommt, geht das selbe Spiel in genau umgekehrter Reihenfolge wieder los. Das schlimmste aber folgt danach: „Was is'n passiert?“ Also muss man in 5 bis 10 Sätzen die verpasste Handlung wiederkäuen, ohne der grade stattfindenden Handlung folgen zu können. Wäre man alleine ins Kino gegangen, wäre das nicht passiert.

3.) Keine nervenden Filme
Wenn man mit Freunden ins Kino geht, ist man grundsätzlich dem Phänomen Gruppenzwang ausgeliefert und man findet sich ganz schnell in Filmen für Vollhorste wie Transformers oder Van Helsing wieder. Das muss nicht sein. Letzten Donnerstag zum Beispiel: frisch angelaufen waren das Dumpfbacken-MadMax-Klapperschlange-Mashup „Doomsday“ und die kleine, feine Alki-Killer-Komödie „You kill me“. In welchem Film landet man, wenn man mit Kumpels ins Kino geht? Genau: in dem Film, der die grösste Schnittmenge aller Geschmäcker bietet und deshalb nur der schlechteste, höchstens mittelmäßigste sein kann. Alleine im Kino wäre das nicht passiert.

Das sind schonmal drei gute Gründe, um alleine ins Kino zu gehen und warscheinlich fielen mir noch mehr davon ein, aber man muss das Thema ja jetzt auch nicht überstrapazieren. Es ist jedenfalls so: wer alleine ins Kino geht, hat das entspanntere Filmerlebnis, sieht die besseren Filme und muss keine nervigen Fragen beantworten. So sieht das nämlich mal aus und gegenteilige Meinungen werden mit einem 24-Stunden-Marathon „Sex and the City“ bestraft. Und das will ja nun wirklich kein Mensch.

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