„Killerspiele“ sind ab heute verboten

Als ich eben bei EA-Play (Disclosure: ja, da schreibe ich auch mit) gelesen habe, dass das Killerspiel-Verbot durch ist, da ist mir eben was durchgebrannt. Na gut, dass was die Herren ohne Ahnung, dafür aber mehr Fantasie als Killerspiele bezeichnen (mit der Kettensäge Menschen auseinandersägen, das geht meines Wissens nur in Manhunt, das ich nie gezockt habe), das war schon vorher verboten, aber jetzt steht es eben neu im Gesetz. Was da allerdings auch drinsteht, ist das hier:

Alle neuen Medien, auch Internetseiten, können zudem auf den Index gesetzt werden und Sperrungsverfügungen unterliegen. Erweitert und verschärft wurden außerdem die Verbote für schwer jugendgefährdende Medien. Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag der Länder verpflichtet Anbieter von "Telemedien" unter anderem, Jugendschutzbeauftragte zu bestellen oder sich an eine Einrichtung der freiwilligen Selbstkontrolle anzuschließen und lizenzierte Filterprogramme einzusetzen, um Kindern und Jugendlichen den Zugang zu pornografischen, aber auch allgemein "entwicklungsbeeinträchtigenden" Inhalten zu verwehren. (heise)

Mal ganz davon abgesehen, dass solche Regelungen (wenn ich das Wort „Telemedien“ schon höre... da bohrt sich mir das 70er-Jahre-Logo vom ZDF ins Gehirn, um beim Thema zu bleiben) in digitalen Zeiten völlig weltfremd sind, frage ich mich ernsthaft (also wirklich jetzt): Können die mir jetzt an den Karren fahren, wenn ich bei den Filmfreunden einen FSK18-Trailer zeige? Muss ich da, und hier dann schließlich auch, ein FSK18-Zeichen anbringen? Brauche ich einen Jugendschutzbeautragten? Und: haben die sie noch alle?

Darauf gibt es nur eine Antwort: Nein, haben sie nicht.
Und: I'll swallow your soul! Come get some.


(Youtube Direktevildead)