Tokio Hotel auf Platz 5 der US-Album-Charts

Zunächst mal: Die allseits belächelten und grade in Blogs eher als Negativ-Beispiel geschmähten Tokio Hotel starten in Amerika anscheinend richtig durch.

"Es ist offiziell", urteilte der gediegene Rolling Stone über "Scream", diese englischsprachige Wiederveröffentlichung der besten Songs der beiden bisherigen Tokio-Hotel-Alben "Schrei" (2005) und "Zimmer 483" (2008): "Diese Typen sind die größte deutsche Bubblegum-Neo-Glam-Goth-Emo-Boyband. Aller Zeiten." Und die noch gediegenere New York Times war nach einem Konzertbesuch völlig aus dem Häuschen: "Wenn dieser Gig so ein erstaunlicher Genuss war, dann wegen Bill Kaulitz, der, mit ein bisschen Glück, für den Rest dieses Jahres junge Amerikaner fesseln und begeistern wird." (TAZ, via)

Und dann noch: Geht wahrscheinlich nur mir so, aber Tokio Hotel als Aushängeschild des deutschen Pop (im Sinne von Popular Music, muss man ja auch immer dazu sagen) sind mir ganz ehrlich gesagt immer noch lieber, als Rammstein. Is' mein Ernst und ich muss den Müll dazu nichtmal hören.

Übrigens muss ich ganz komisch grinsen beim Gedanken an die amerikanischen Billboard-Charts, wo ich das Album übrigens „nur“ mit einem Peak auf dem 38. Platz gefunden habe, das aber nur am Rande. Bill Kaulitz is the new Rudolf Schenker, die sind ja auch beide Frisurentechnisch eher speziell.