Twitter

Als ich zum ersten Mal von Twitter hörte, da dachte ich auch erstmal: was soll der Blödsinn? Was für ein Müll. Meine Meinung hat sich da grundlegend gewandelt und ich klinke mich in diesen Flow von Banalem und Tiefsinnigem ein und aus, je nach Lust und Laune und Zeit. Viel besser beschreibt das Mspro bei den Blogpiloten:

Solche Dinge, der alltäglichen Kommunikation, des Grundrauschens des Alltags, vom Grüßen des Nachbarn, zum Lächeln auf der Straße und zwar über so banale Dinge wie das Rascheln im Popkorn und der etwas laute Fernseher im Nebenzimmer. Dieses Rauschen, das man nicht wahrnimmt, und wenn, dann oft etwas genervt wahrnimmt, das aber, wenn es fehlte, die absolute Isolation bedeuten würde. Denn dieses Rauschen ist nichts anderes als das In-der-Welt sein.

Und jetzt stelle man sich vor, dass man sich die Komponenten dieses Rauschens selber aussuchen könnte. Man könnte den Presslufthammer auf der Straße einfach ausschalten, ebenso wie die Müllabfuhr. Die spielenden Kinder im Hof behält man allerdings bei, selbst wenn sie manchmal kreischen. Ebenso wie die Schritte des Nachbarn im Treppenhaus, einfach weil man gerne weiß, wann er wieder da ist. Und natürlich die Vögel: die Spatzen, Finken und die Nachtigallen und was noch alles. Man lässt sie alle zwitschern, ohne hinzuhören, ohne Relevanz ohne Information, einfach so.

Und dann nochmal über den feinen Unterschied zwischen Hype und Phänomen:

Wenn man einen Dienst vor sich hat, der ganz offensichtlich highend, scraped edge, die krasseste Technologie mit den kühnsten Träumen der Menschheit zu einer super sexy multiuser Megasause in 3d vermischt, so dass sich die Berichterstattung überschlägt - aber dennoch niemand hingeht, dann hat man es mit einem Hype zu tun.

Wenn ein unscheinbarer Onlinedienst vor Wachstum und Userzahlen explodiert, ohne dass man das, was der Dienst anbietet irgendwie in sinnvolle Worte kleiden kann und es von nahezu allen Medien trotz seines Erfolgs schulterzuckend ignoriert wird, dann hat man es mit einem Phänomen zu tun.