Graffiti auf den Dächern Paris'

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Wunderbarer Beitrag von Arte „Tracks“ über Graffiti, Tagging und Streetart in Paris, wo man heutzutage nicht mehr nur mit Sprühdose, sondern auch mit Bohrmaschinen auf Tour geht.

Sie treten die Flucht nach oben an: Über den Dächern von Paris nimmt sich The Paradox, 34, Mitglied des Pariser Graffiti-Kollektivs P2B, kahle Wände und nackte Häuserfassaden in 30 Meter Höhe vor. So ist er außer Reichweite der Anti-Graffiti-Kommandos. Aber Vorsicht! Diese neue Form der Graffiti-Kunst ist nichts für Jedermann! Weil kopfüber und ohne Sprühdose gemalt wird, sollte man auf jeden Fall schwindelfrei sein!

Scandal hat mit seiner Street Art eine andere Lösung gefunden, sich zur Wehr zu setzen. Der 30jährige aus der Electro-Szene hat den CS 400 erfunden - CS steht dabei für „subversives Konzept" und 400 für die 400 ml Inhalt der Sprühdosen. Seine Erfindung findet auch in Kunstgalerien Anklang: Er stellt Notfallkits für Tagger zur Verfügung. Die Gebrauchsanweisung ist dabei gleichzeitig seine Message.

Inzwischen hat Scandal bereits mehrere Dutzend seiner Sprühdosen-Spender in Paris angebracht. Sein Erfolgsrezept: Eine Aufmachung wie die eines Servicemitarbeiters der Stadtverwaltung. Wenn er seine subversive Botschaft unter die Leute bringt, schlüpft Scandal in sein Tarn-Outfit - einen Blaumann.


(Youtube Direktparis, via)