Die Zeugenaussage von Charles Manson

26.03.2008 #Crime #Killer

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Am Sonntag, den 12. Oktober 1969 wurden Charles Manson und neun Mitglieder seiner "family" auf der Barker Ranch in Californien nahe Death Valley verhaftet. Sie standen unter dem Verdacht, mit den Morden an Sharon Tate, Voityck Frykowski, Abigail Folger, Jay Sebring, Leon und Rosemary La Bianca und Steve Parent in Verbindung zu stehen.
Kurze Zeit später legte man Charles Manson in diesen Fällen ein Mordkomplott zur Last und es kam zu einem Prozeß, an dem Presse und Öffentlichkeit regen Anteil nahmen. Während der langen Verhandlungen verweigerte man Charles Manson einstimmig die Möglichkeit, sich selber zu verteidigen oder eigene Zeugen aufzurufen. Erst ganz am Ende durfte er selber aussagen und den Versuch unternehmen, sich zu rechtfertigen. Und selbst dann setzte der Ankläger Vincent T. Bugloisi noch durch, daß die Jury Mansons Aussage nur in abgemilderter Form zu hören bekam - offenbar fürchtete er sich vor Mansons rednerischen Fähigkeiten.

Das Ergebnis ist die nun folgende Abschrift dieser Aussage. Sie dauerte über eine Stunde und war oft unzusammenhängend und abschweifend und voller Wiederholungen. Manson schleuderte dem Gericht diese an Wahnsinn grenzenden Worte ins Gesicht, obwohl er wußte, daß sie einer feindseeligen Zensur unterzogen würden. Doch genau betrachtet brauchte sich Bugliosi überhaupt keine Sorgen zu machen - derartige Worte mußten im Gericht [auch] die letzten Zweifelnden von der Schuld des Angeklagten überzeugen.

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