Copyright und Kultur

Don Dahlmann hat einen schönen Text zu meinen Dauerthemen Copyright und der Kulturtechnik „Kopie“ am Start und bringt bei der Gelegenheit das Video von Larry Lessig auf der TED-Konferenz, das ich damals bei Spreeblick gepostet hatte:

Die Copyright- und Verwertungsgesetze sind eine Pest. Die Musikbranche, die sich im Hintergrund weiterhin darum bemüht, dass Musik zu einem Gut wird, das immer schwerer zu erreichen ist, hätte es am liebsten, wenn CD mit restriktiven DRMs belegt wären auf denen steht, dass die CD immer das Eigentum des Herstellers bleibt und jederzeit zurück gefordert werden kann. Und am besten wäre es doch noch, wenn das Format auf dem die Musik gespeichert ist, mit einem Verfallsdatum belegt wäre. Im Grunde haben sie das mit der Einführung der CD in den 80er Jahren gemacht, als Millionen Menschen nach und nach ihre Musiksammlung auf CDs umgestellt haben. Der nächste Schritt wären vielleicht nicht abwärtskompatible Blue-Ray Disks gewesen, oder eine andere Technologie. Denn die Industrie leidet, wie viele andere Sparten, darunter, dass man sich permanent neu erfinden muss. Und weil das nicht so leicht ist, und weil man nicht einsehen will, dass der eigene Niedergang aus einer Mischung aus Arroganz, Dummheit, Unverständnis und verstärkter Konkurrenz durch andere Medienanbieter enstanden ist, versucht man logischerweise die Vertriebskanäle zu verkleinern - also die Menge der Kopien einzuschränken.

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