Return of Vinyl plus Downloads

Tim Renner will laut einem Artikel auf Internet.com den Verkauf von Musik auf Vinyl kombiniert mit Downloads forcieren.

Diesen Gedanken hatte ich hier auch schon geäußert: Vinyl-Editions inklusive Downloads wären für mich der absolute CD-Killer. Das und eine knackige Kulturflatrate, um auch im P2P-Markt noch ein paar Einnahmen abzuschöpfen und die Musik-Industrie stünde doch gleich ein bisschen anders da. Am peinlichsten für die Führungsetage der Entertainment-Multis finde ich den letzten Satz im Artikel:

Ich habe damals auf einer Managementsitzung die Frage gestellt, wer denn bereits eine illegale Site wie Napster ausprobiert habe - keiner!

Wahrscheinlich, weil man hätte einsehen müssen, dass alle illegalen Beschaffungsmöglichkeiten für Musik weitaus bequemer und einfacher zu bedienen sind, als die Totgeburten der Majors.

Der frühere Universal-Deutschland-Chef Tim Renner hält den weiteren Abstieg der Musik-CD für unausweichlich und plädiert dafür, gerade einkommensstarken, älteren Kunden wieder die Vinyl-Platte anzubieten. Der 'WirtschaftsWoche' (kommende Ausgabe) sagte der heutige Chef des Berliner Musik-Labels Motor: "Ich bin sicher, dass der Niedergang der CD noch scharf weitergehen wird, auch wenn der Absturz momentan ein wenig abgebremst scheint."

Renner glaubt sogar, dass die Musikindustrie den Niedergang verschärfen sollte, um Musik stärker als bisher über das Internet zu verkaufen. "Ich frage mich, ob es der Musikindustrie nicht besser zu Gesicht stehen würde, wenn sie bei Leuten unserer Generation den digitalen Download so sehr forcieren würde, dass er tatsächlich das Zeug hätte, zur Haupteinnahmequelle zu werden. Denn da liegen die Upsides, da muss sich mein Geschäftsmodell hinbewegen. Die CD wird es sicher auch in Zukunft geben - aber als hochwertig ausgestattetes Extra, das seinen Preis hat."

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