Analyse der Musik-Industrie: CDs, DVDs und Störche

Durch ein Posting auf Slashdot.org, am 16. November 1999, am Vorabend der Krise der Musikindustrie, wurde Napster schlagartig bekannt. Zahlreiche Nachfolger drückten sich anschließend ab 2000 die Klinke in die Hand tauchten auf und wieder ab. Zudem erschienen schon ca. 1994 die ersten, allerdings noch sehr teuren, CD Brenner auf dem Markt.

Laut Tonträgerindustrie verhält es sich folgendermaßen: Seitdem Filesharing mittels P2P Software und gebrannten CDs betrieben wird, gehen die Umsätze der Musikbranche (aber auch der Kinos) stetig zurück.

Diese zeitliche Korrelation scheint die Behauptung der Musikindustrie zu belegen, allerdings muss es sich deswegen noch nicht um einen kausalen Zusammenhang handeln. Mit der Logik der Musikindustrie lässt sich auch ein Zusammenhang zwischen Geburten und Störchen herstellen. Was die Vertreter der Musikindustrie vergessen, ist die "Drittvariablen Kontrolle", die Beachtung weiterer Einflussfaktoren. Sicherlich hat Filesharing einen Einfluss auf den Absatz von CDs, jedoch hier die alleinige Schuld zu sehen, ist doch zu sehr Vereinfachend.

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