Musikindustrie denkt laut über eine Kulturflatrate nach

Es handelt sich zwar wahrscheinlich (Siehe Kommentar, danke Simon!) „nur“ um den schwedischen Arm der Musik-Industrie, das geht aus dem TAZ-Artikel leider nicht hervor. Da der sich aber hauptsächlich um das Verfahren gegen Pirate Bay dreht, gehe ich davon einfach mal aus.

Dass Kriminalisierung und Einschüchterungsversuche auf Dauer nichts bringen, erkennt aber offenbar langsam auch die Branche selbst. Zum Thema Filesharing kam am Wochenende von ihr nun der Vorschlag eines Legalisierungsmodells. Es ist angelehnt an die Lizenzierung bei Rundfunksendungen und öffentlichen Aufführungen von Musikstücken. Die Idee: Auch für das neue Medium Internet könnten die Musik-Verwertungsgesellschaften - in Deutschland: GEMA - das Verbindungsglied bilden. Die Internetprovider sollten in ihre Flatrate-Gebühren eine Pauschalvergütung mit einpacken, welche dann an die Verwertungsgesellschaft und von dieser anteilsmässig an die Musikproduzenten weitergeleitet würde. Für die KundInnen dieser Provider wäre der gesamte Musikdownload, gleich welchen Umfang der habe, dann legal. (TAZ)

Ich sehe das jetzt einfach mal mit einem dicken KlopAufHolz und nicht so kritisch wie Fefe:

Ich gucke mal in meine Glaskugel: die MAFIAA greift einmal tief in die Taschen der ISPs, dafür bleiben Downloads illegal. Oder sie fordern gleich so viel, dass daraus gar nichts wird, und leben dann weiter von ihrer Serienabmahnerei.

Anders als in dem Entwurf oben geht es nicht, habe ich hier bereits 386 mal gesagt. Irgendwann müssen sie ja mal im Netz ankommen und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.