Shit Happens: Nochmal zur Hundekackeüberwachung (Update)

06.02.2008 Misc #BigBrother

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Bevor es hier in den Kommentaren versauert... ich wollte die Geschichte eigentlich nicht bringen, aber weil es scheinbar ein paar Leute nicht kapieren, was da schief läuft und das gar nicht mal so viel mit Überwachung, sondern eher mit dem Satz „Der Kunde ist König“ zu tun hat:

So ne Bank hat wie jeder Supermarkt Kundenverkehr und da gilt normalerweise „Shit happens“. Ich wollte das Beispiel nicht auspacken, aber gut:

Ich habe vor 20 Jahren in nem Supermarkt gejobbt, da hat eine inkontinente Omi auf den Boden gepisst und ich musste das wegmachen. Hat mir keinen Spaß gemacht, klar, und als ich damals meinen Chef fragte, warum die Alte das nicht wegmachen musste, da sagte er: „Weil Sie die Kundin ist und weil Du hier arbeitest. Deshalb.“

So siehts nämlich aus. Hundekacke ist zwar ärgerlich, lässt sich aber auch in einer Bank, wie man sieht, nicht immer vermeiden. Shit happens, die Rechnung ist eine Frechheit und die Nutzung der Videoaufzeichnung mutmaßlich illegal.

Punkt.

Wenn nun also die Entwicklung dahin geht, dass man vor 20 Jahren noch in Supermärkte pissen konnte, heute aber eine dubiose Rechnung kriegt, wenn das Kind in Hundescheiße gelatscht ist, dann brauche ich morgen den korrekten genetischen Abdruck, um das Haus zu verlassen.

Und deshalb bin ich eher für „Shit Happens“ als für Überwachungskameras, die mir mitteilen: „Sie haben soeben eine Kippe am Boden ausgetreten. Für diese Abnormalität wird Ihr Konto mit 50 Credits belastet“.

[update] Heise.de:

Es habe sich nicht um einen Hundehaufen gehandelt, der von außen hereingetragen wurde. Vielmehr habe es sich um "eine massive Verunreinigung durch das Kind" gehandelt. Auf Videoaufzeichnungen sei das klar zu erkennen und die Kundin habe auch bemerkt, dass sich die Tochter erleichtert hat.

Da kann man nun natürlich drüber streiten. Ich bleibe dabei: Shit Happens.