Sympathie mit dem Monster

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9/11 und ein Hauch Katrina - die Ausbeutung des Bilderarsenals der Terroranschläge ohne Zusammenhang: Der kopflose Riesenbluff "Cloverfield"

"Cloverfield" heißt "Kleefeld", was auch nach Ansicht des Films nicht mehr Sinn macht als vorher, der Titel klingt aber auch ein wenig wie "Cleverness", was schon mehr Sinn macht. Undurchschaubarkeit ist das Konzept dieses Films, der keine Regeln kennt außer plumper Subjektivität - was wiederum bedeutet, dass alles erlaubt ist. Regisseur Matt Reeves überträgt den Teenie-Horror auf das Monster-Genre. Abgesehen von der Wackelkamera ist der größte Horror des Films aber seine unglaublich schreckliche deutsche Synchronisation. Was immerhin für den Film einnimmt: Er erzieht sein Publikum. Wer hier dem Spießer in sich freien Lauf lässt und Antworten einklagt, von einem Film verlangt, zu erklären, wie das alles überhaupt passiert ist, was dies für ein Monster ist, wo es herkommt, und ob es denn nun am Ende besiegt wurde oder nicht, was mit New York und dem Rest der USA passiert ist, der kommt nicht weit. Das Fehlen irgendwelcher Gründe aber hat welche.

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