Marions Kochbuch in der Welt

Der Artikel sagt zwar nix neues, fasst das Geschehen um die Kniepers aber nochmal schön zusammen und so pervers diese Geldmacherei im (noch) legalen Rahmen ist: selbst wenn dem Abmahntreiben irgendwann mal ein Riegel vorgeschoben wird, für die Kniepers dürfte sich das alles längst gelohnt haben.

Der eigentlich Geschädigte hingegen, „Kochbuch“-Betreiber Folkert K., wird für die Verletzung seines Urheberrechts auf Fotos von Brötchen, Würsten oder einem Klecks Senf mithilfe der Anwälte recht ordentlich entschädigt. „Schon bei 200 Fällen ergibt sich schnell eine Summe im sechsstelligen Bereich“, hat Kremer ausgerechnet. „Die Urheberrechtsverletzungen werden geradezu provoziert“, meint er.

Wenn schon 200 Fälle einen sechsstelligen Betrag ergeben, dann will ich nicht wissen, wie reich man mit den über 700 Fällen werden könnte, von denen vorher die Rede war. Man muss einfach nur Arschloch genug sein.

Auf seiner Webseite sagt „Kochbuch“-Betreiber Folkert K. allerdings, dass er bereits bis zum Januar vergangenen Jahres 2925 Urheberrechtsverletzungen festgestellt habe. Und, so Trabhardt: „Leider kommt es noch immer zu unzähligen Rechtsverletzungen – es werden sogar immer mehr.“ Offenbar ein nimmer versiegender Quell, abzurechnen nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz. Doch mit Absicht provoziert, das betont Trabhardt, habe sein Mandant das illegale Runterladen nicht.
Blogger Matthias Wagner sieht das anders. „Angesichts Tausender Bilder, die ohne Zugangsbarrieren präsentiert werden und deren Verwendung in privaten Weblogs dann offenbar systematisch aufgespürt wird, kann man fast den Eindruck gewinnen, als handele es sich um eine pfiffige wie perfide Geschäftsidee, welche die derzeitige Gesetzeslage ausnutzt“, sagt Matthias Wagner

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(Danke Micha!)