BLN

Berlin war toll. Ich mag die Stadt. Wahrscheinlich, weil ich nicht in ihr wohne. Denn jetzt mal ehrlich: abgefuckt ist ja eine schöne Attitüde. Aber in ihr leben? So richtig? Ich weiß ja nicht, sollt's aber vielleicht einfach mal ausprobieren. Hinterher kann man ja dann immer noch lästern.

Jedenfalls fuhr der erste Taxifahrer am Montag wie eine gesengte Sau durch Berlin. Und ich meine nicht die Normaltaxigesengtesau sondern ein Mörderexemplar seiner Gattung. Drei rote Ampeln, ein Beinahe-Unfall mit einem Fahrradkurier und einem richtigen Unfall mit einem Mini - es hatten sich lediglich die Reifen touchiert - war ich dann im Hotel. Auch nicht grade das beste (der Fahrstuhl hatte echt schon bessere Zeiten erlebt), aber man ist ja genügsam.

Dann ab zum Alex und Freunde treffen und Termine verpassen, nervös komische Sachen im viel zu heißen Fernsehstudio erzählen und danach dann zuviele Biere beim Thai trinken, nur um dann um 20 nach zwölf verkünden zu können: „Ey Nilz, ich bin seit zwanzig Minuten 34.“ Großes Geschrei und so, ich liebe es. Danach in eine Bar und danach noch irgendwo hin, hier nun den Filmriss vorstellen.

Die nächste Erinnerung ist die an einen betrunkenen René, der nachts durch Berlin taumelt und sein Hotel sucht, dass doch verfickt nochmal hier irgendwo sein muss. Irgendwann hab ich's dann gefunden, mich auf's Bett geworfen und bin mit voller Montur eingeschlafen.

Als ich dann morgens aufwachte, stellte ich fest, das ich mein tolles Feuerzeug verloren hatte, so eins, das so eine Bunsenbrenner-Flamme hat. Weg. Doof. Dafür habe ich aber zwei neue. Ein olles grünes und ein tolles mit den Sex Pistols drauf. Wem auch immer das gehört hat: ich war betrunken. Und: das gehört jetzt mir. Ha!

Zum Schluß dann noch ein Foto von mir mit meinem neuesten Hobby: schminken lassen.

[update]

Blogshow. Bald. (via)