Sony verkauft DRM-freie Song offline. Oder so.

Sony hat ja noch nie die idealen digitalen Musikvertriebswege beschritten, elegant formuliert. Anders gesagt: sie sind in jeden Kackhaufen getreten, der irgendwo auf dem Weg lag. Erst der Rohrkreppierer Sony Connect, dieser Download-Shop mit dem proprietären DRM-Krüppelformat Atrac3, dann der Rootkit-Skandal, in dem sich Sony erdreistete, Spyware auf den Rechnern der zahlenden Kundschaft zu installieren. Soweit, so gut, man könnte eigentlich meinen, Sony habe mittlerweile etwas dazugelernt.

Und tatsächlich kam letzte Woche die Meldung, Sony würde als letztes der vier Majors das DRM-Konzept fallenlassen. Yeah. Also, im Prinzip „Yeah“. Weil: die DRM-freien Tracks gibt es quasi nur offline. Irgendwie. Man muss nämlich vorher in der echten Welt einen Gutschein kaufen, mit dem man dann wieder nach Hause rennen muss, um schlußendlich über eine Website die DRM-freien Songs runterzuladen.

Sony BMG Music Entertainment on Jan. 15 becomes the last major record company to sell downloads without copy restrictions — but only to buyers who first visit a retail store.

The No. 2 record company after Universal Music will sell plastic cards, called Platinum MusicPass, for individual albums for a suggested price of $12.99. Buyers enter a code from the card at new Sony BMG site MusicPass.com to download that card's album. (USA Today)

Yeah. Für so ein Verfahren würde ich doch sofort meinen Bittorrent-Client löschen. Wer kackt den Produktmanagern bei Sony eigentlich immer wieder frischen Dünnpfiff ins Hirn, kann mir das mal jemand sagen?

(via)