Meine Top 20 Filme 2007

31.12.2007 Misc Movies #Lists

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1. Planet Terror
War klar, dass die Rodriguez-Zombie-Schlachtplatte bei mir auf der Eins landet, oder hat da jetzt wirklich irgendjemand auf was anderes getippt? Dieser Film ist herrlich trashig, blutig und splattert, dass es eine wahre Freude ist. Rose McGowan erst beim Tabledance, nur um danach mit einer Maschinengewehr-Protese Zombies zu Klump zu ballern, dazu noch Bruce Willis als Zombie-General und Tarantino mit einem Mutantenpimmel... fuck, yeah! Filmtechnisch kann man mich nicht viel glücklicher machen, als mit sowas.
 

2. Hot Fuzz
Eine Komödie mit Shaun of the Dead als ultracoolen Cop mit seinem trotteligen, aber genauso coolen Partner? Ich hatte mir viel versprochen. Und dann gab's da noch Splattereffekte obendrauf und ich war verliebt. Eine der besten Komödien seit... Shaun of the Dead. Simon Pegg hat genau den Humor, den Adam Sandler gerne hätte. Nur in stilvoll.
 

3. Control
Ich habe lange gehadert, ob ich mir Control für die Liste nächstes Jahr aufhebe, weil er in Deutschland erst im Januar startet, oder jetzt bringe, weil ich ihn schon im November gesehen habe. Und weil ich ihn nächstes Jahr wahrscheinlich vergesse, steht er hier: das wunderbare Ian Curtis Biopic von Anton Corbijn, fotografiert in ultraschicken Schwarzweiß-Bildern, einem Hauptdarsteller von einem anderen Stern und dem besten Soundtrack ever, dessen Joy Division-Songs noch dazu von der Cast gespielt wurden. Und der Einsatz von „Love will tear us apart“... wow.
 

4. Persepolis
Der Zeichentrickfilm, der das Leben der kleinen Marjane während der islamischen Revolution und danach im Iran verfolgt ist brillant gezeichnet, brillant erzählt und an vielen Stellen ganz einfach verdammt witzig. Und ausserdem hat er den besten Satz in einem Zeichentrickfilm überhaupt: „Abba... pfff... sowas hören doch nur Idioten.“
 

5. Clerks 2
Erstens hat dieser Film Jay mit der Tanzeinlage des Killers aus „Das Schweigen der Lämmer“ und Kevin Smith als Silent Bob. Zweitens hat er abgefahrene Interspecies Erotica mit einem Esel und Kinky Kelly. Drittens die Wahrheit über Transformers, ausgedehnte Gespräche über Ass to Mouth und ein Star Wars-Geek, der zwei Lord of the Rings-Geeks disst. There's only one Return, and that's of the Jedi.
 

6. Mr. Brooks
Das hätte wohl auch keiner gedacht, dass ausgerechnet Kevin Costner nochmal mit einem wirklich coolen Film um die Ecke kommt. Hat er aber. Im Grunde spielt er ja da genau die gleiche Rolle, wie immer. Dieser All-American-Guy mit All-American-Familie, diesmal als unnahbarer Mann mit einem großen, roten Flecken auf der weißen Weste, im Grunde aber ein dufter Typ mit ehrenhaften Vorhaben ist. Nur, dass er hier killt. Just for fun.
 

7. Pans Labyrinth
Del Toro's Fantasy-Drama hätte manch einer gerne mit mehr Fantasy gehabt, ich fand's so genau richtig. Bürgerkriegs-Splattereffekte mit Ausflügen in die fantastische Welt der kleinen Ofelia, eine sehr „coole“ Mischung mit passender Tendez zum Pathos und einer Liebe zu den Figuren, die man heute nur noch selten auf der Leinwand sieht. Auch wenn Ivana Baquero in der Rolle der Ofelia etwas überfordert war.
 

8. Rocky Balboa
Der (wahrscheinliche) Abschluß der Rocky-Serie. Kein Film über's Boxen, sondern über das Altern, das Leben und worauf es dabei ankommt: sich selbst treu zu bleiben und daraus die Konsequenzen zu ziehen. Ein Lehrstück, das dem allgemein sowieso unterschätzten Sylvester Stallone wahrscheinlich niemand mehr zugetraut hätte.
 

9. Death Proof
Das große Gelaber. Ich weiß. Aber es ist eben genau das: großes Gelaber wahrlich großer Frauen. Ein Film, der eigentlich weniger mit Trash als mit Tarantinos Faible für starke Frauen zu tun hat und deshalb im Doppelpack mit Planet Terror ein wenig wie ein Fremdkörper wirkt. So gesehen hat die (deutsche) Trennung des Double-Features im Nachhinein sogar seine Berechtigung. Was der Verleih vorher natürlich nicht wissen konnte. Dennoch: coole Frauen, coole Autos, ein cooler Killer und ein cooles Bein.
 

10. Little Children
Große Erwachsene, die sich benehmen, wie kleine Kinder. Nach „Der Eissturm“ von Ang Lee hat wohl kein Film Beziehungswirrwarr besser beschrieben, als „Little Children“. Menschen, die aus allen möglichen und guten Gründen aus ihren Beziehungen und Leben flüchten wollen; und doch so stark an diese gekettet sind, dass alles auf das große Drama hinauslaufen muss.
 

11. Halloween
Rob Zombie hatte mich ja schon mit seinen Vorgängern überzeugt. Erschien „House of 1000 Corpses“ noch wie eine Fingerübung, hatte „Devil Rejects“ schon dermaßen viel Style, dass es mir schwerfiel, bei dem Gedanken an ein Halloween-Remake von Zombie an irgendwas nicht Böses zu denken. Was soll ich sagen: das Remake sitzt und fügt dem Original erstens die Vorgeschichte Michael Myers hinzu und zweitens malt es die Gnadenlosigkeit des Originals explizit weiter aus. Ein vom Baseballschläger zertrümmerter Schädel hat seit Da Palmas „Die Unbestechlichen“ nicht mehr besser gewirkt, als hier.

12. Simpsons
Der Simpsons-Film war, gemessen an dem, was die Serie bisher hervorgebracht hat, nur okay. Natürlich jede Menge nette Gags, natürlich jede Menge Lacher, aber der Biss war weg. Bis auf diese eine Szene, in der die Kirchgänger in die Kneipe rennen und die Alkis in die Kirche. Da musste ich dann doch laut lachen. Trotzdem sind die Simpsons (natürlich) einer der Filme des Jahres. Weil: ey - es sind die Simpsons!

13. Zodiac
Ein ungewöhnlicher Fincher mit Liebe zum Detail, das die Siebziger authentisch wiederauferstehen lässt. Samt Sonnenbrillen und Schnurrbärten. Ein kalter, distanzierter und genau deshalb guter Thriller.

14. Resident Evil: Extinction
Daran, dass Resident Evil in dieser Liste auftaucht, sieht man, dass 2007 kein wirklich gutes Filmjahr war. Aber ey: Zombies. So what.

15. Stranger than Fiction
Insgesamt hatte ich mir von Stranger than Fiction mehr versprochen, so aber wurde die echt gute Grundidee auf 90 Minuten gestreckt, was dem Film ein paar Längen verpasste. Trotzdem gut.

16. Tenacious D: The Pick of Destiny (Kings of Rock)
Wenn Pick of Destiny das Tempo der ersten zehn Minuten gehalten hätte, stünde er in dieser Liste sehr viel weiter oben. Was bleibt sind ein guter Film und ein genialer Einstieg mit Meatloaf und Dio.

17. Superbad
Die Frisur! McLovin! Alleine für den Namen McLovin verdient dieser Film einen Platz auf der Liste. Ich mochte den pubertären Witz, der dann eben doch etwas abgründiger war, als bei American Pie und Konsorten. Sitting around all day and draw pictures of Dicks.

18. Die Hard 4.0
Bruce Willis surft auf einem Kampfjet? Wo ist die gute alte Unterhemden-Action aus Teil 1? Allerdings hatte er einen Auftritt von Kevin Smith und ganz anständige Action.

19. Accepted (S.H.I.T. - Die Highschool GmbH)
Entgegen dem deutschen Titel eine gute und originelle Komödie über Highschool-Absolventen, die ihr eigenes College gründen.

20. 28 Weeks Later
Zombies... äääääh... Infizierte! Der zweite Teil vom Rennende-Zombies-Erfinder „28 Days later“ bietet eine wirklich gelungene Eröffnungsszene und ein paar schicke Splattereffekte. Leider insgesamt etwas unlogisch und konfus, vor allem in der zweiten Hälfte.