Meine Top 20 Alben 2007

31.12.2007 Misc #Album #Lists

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rainbows

1. Radiohead - In Rainbows
Keine große Überraschung, wie? Seit dem Erscheinen des Albums habe ich es sicherlich hundertmal gehört, wenn nicht noch öfter. Ich denke, ich komme seit Oktober auf einen Schnitt von 1,3 Durchläufen pro Tag. Oder sowas. Jedenfalls haben Radiohead es wieder getan, im Vorbeigehen nochmal schnell die Musikdistribution revolutioniert und einmal mehr bewiesen: Radiohead sind Gott. Dieser Satz MUSS bei einer Besprechung eines Radiohead-Albums fallen. MUSS.

2. Future of the Left - Curses
Future of the Left haben 2007 mein Leben gerettet. In Situationen, die nur sehr sehr schwer zu ertragen waren, gab mir dieses Album genau die richtige Portion augenzwinkernde Agressivität, die mich dann doch nicht davon abgehalten hat, irgendwelche Dummheiten zu machen. Geschissen drauf. Trotzdem: Lifesaver. Danke dafür! Colin is a Pussy, a very pretty pussy.

3. Arcade Fire - Neon Bible
Der Nachfolger zum modernen Klassiker „The Funeral“, war auch klar, dass der in dieser Liste ganz weit oben stehen würde. Muss man auch eigentlich gar nichts weiter zu sagen, außer eben: ein weiterer moderner Klassiker der Kanadier. Wahrscheinlich die Platte, auf die sich 2007 alle einigen konnten.
 

4. Okkervil River - The Stage Names
Die Neuentdeckung des Jahres für mich, „Stage Names“ läuft bei mir seit November in Dauerrotation neben Radiohead. Wunderbarer Pop und „I'm not the ladykilling sort, enough to hurt a girl in port.“ Ja genau.
 

5. Battles - Mirrored
Wahrscheinlich das seltsamste Album des Jahres, Aphex Twin geht mit den Liars ins Bett und alle singen komischen Quietschgesang über irgendwelche Drum/Gitarren-Loops... und das ganze funktioniert auch noch wunderbar und kickt wie Sau. Ging trotz des ziemlich heftigen Abstraktionsgrades wunderbar ins Ohr und da sitzt es noch. Tolle Sounds!
 

6. Jamie T - Panic Prevention
Ein pickliger Teenager schrammelt auf einer kaputten Bassgitarre und singt dazu so herrlich leidenschaftlich, dass es eine wahre Freude ist. Das ist der erste Track auf dem wunderbaren „Panic Prevention“. Ansonsten gibt es Laptop-Punk-Dub-Hiphop-Dings... dieses Album entzieht sich allen Genres und hält sich seit fast einem Jahr hartnäckig in meinen Playlists, vor allem „Dry Off Your Cheeks“: I'll take my last match, and that's my passion. Yeah!
 

7. Los Campesinos! - Sticking Fingers Into Sockets
Eigentlich nur eine EP, aber was soll's... weil sie toll sind. Uplifting Pop mit Glockenspiel und verspieltem Zeugs plus Geigengefidel und Gesang von Stimmen, die man wohl am besten mit süß bezeichnet. Los Campesinos! werden die Arcade Fire von 2008, das Debut-Album „Hold On Now, Youngster...“ erscheint im Februar in UK. Und mir laufen jetzt schon wieder kalte Schauer bei „You! Me! Dancing!“ den Rücken runter...
 

8. The National - Boxer
Wunderbares Album von den eigentlich besten Vertretern der ausklingenden New New Wave, die genau wie die anderen besten Interpol aus New York kommen. Für „Boxer“ habe ich mir erst sehr spät im Jahr die Zeit genommen, die es verdient. Energetische Soundwalls wie „Mistaken For Strangers“ folgen auf unaufgeregte Pop-Perlen wie „Fake Empire“.
 

9. Bloc Party - A Weekend in The City
Ebenfalls ein Album, das wächst. Was mich vielleicht am meisten erstaunte, ist, dass die vertrackten Drum-Spielereien und epischen Sounds live vor allem eins tun: kicken wie Sau. Bloc Party dürfte sich auf lange Sicht vielleicht als die am meisten unterschätzte Band von allen herausstellen. Und die Killers übrigens als die am meisten überschätzte.
 

10. Klaxons - Myths Of The Near Future
Die Klaxons haben ja quasi im Alleingang diesen New Rave erfunden und mit Neon-Effekten auf den Punkt gebracht. Dachte ich zu Beginn noch, dass dieses Album sehr schnell wieder vom Schirm verschwinden würde, hat es sich dann doch bis zum Ende des Jahres frisch gehalten. Ein Grower vor dem Herrn.
 

11. Interpol - Our Love To Admire
Interpol sind natürlich eine sichere Bank, ihr neues Album ploppte mir trotzdem zu schnell weg für einen Platz in der Top 10. Aber auf die 11 dürfen sie natürlich.

12. Patrick Wolf - The Magic Position
Auch erst sehr spät im November entdeckt, seitdem aber aus meinen Playlists nicht mehr wegzudenken.

13. Arctic Monkeys - Favourite Worst Nightmare
Wie bei Interpol ploppte mir der zweite Longplayer meiner 2006er Favoriten zu schnell weg. Trotzdem, natürlich, ein Platz auf der Liste.

14. Emma Pollock - Watch the Fireworks
Wunderbarer Mädchenpop der ehemaligen Frontfrau der Delgados. Pop-Perlen am laufenden Band.

15. Dinosaur Jr - Beyond
Der zerschossene Sound und die zerkratzte Stimme Mascis' gehen natürlich immer. Und endlich ein neues Album nach 10 Jahren Pause gehört sowieso gewürdigt.

16. Editors - An End has a Start
Die Editors sind mir ein wenig zu schwülstig auf die Dauer, aber das neue Album geht trotzdem gut rein obwohl ich's nicht so oft gehört habe, wie den Vorgänger. Aber der war ja auch in der Top10 letztes Jahr.

17. Kings of Leon - Because Of The Times
Das von der Kritik hochgelobte „Because of the Times“ hatte ich sehr schnell durch und habe es nicht wirklich oft gehört. Dennoch eins der Alben des Jahres. Definitiv.

18. Les Savy Fav - Lets Stay Friends
Auch sehr spät für mich entdeckt, dieses Album. Sehr schicker, angewavter Garagen-Rock. Oder doch angerockter Wave? Was weiß ich.

19. Justice - †
Das Album konnte gegen die Über-Single „D.A.N.C.E.“ ja nur abfallen, geht aber mindestens in Ordnung.

20. Simian Mobile Disco - Attack Decay Sustain Release
Gleiches gilt für die Mobildisco: konnten die Qualität von „The Hustler“ nicht auf Albumlänge halten, geht aber ebenfalls mehr als in Ordnung.