Sauregurkenzeit revisited

28.12.2007 Misc #Food #Storys

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Als ich noch in die Grundschule ging, da hatten wir ein Ritual. Und das war: in der großen Pause zum Kiosk rennen, um dort Tütenweise Naschzeug (und das ein oder andere Comic) zu kaufen. Saure Pommes und Colafläschchen, die leckeren, blauen Schlümpfe, die immer furchtbar an den Zähnen kleben blieben, Esspapier und... Saure Gurken. Das waren meine liebsten Gummibärchen, ever! Vor allem die grünen. Und was habe ich damals geschimpft, dass es alle möglichen Gummibärchen in normalen Tüten im Supermarkt gab, nur nicht meine geliebten Sauren Gurken.

Irgendwann wichen dann die Sauren Gurken und die Comics diesen Riesenkugeln, die die Farbe wechselten, wenn man sie lange genug lutschte und dann im Kern dieses ultrasaure Zeugs enthielten, und Matchbox-Autos. Und irgendwann rannten wir gar nicht mehr zum Kiosk, sondern standen lieber cool an der Straße rum und gafften den Mädchen hinterher.

Zurück zu den Gurken: furchtbar neidisch war ich auf meinen Kumpel Joe, der Sohn von Kneipenbesitzern war und deshalb immer Naschzeug gleich Dosenweise bekam. Auch meine Sauren Gurken. Der Arsch. Wahrscheinlich war er deshalb damals mein bester Freund, weil wir uns bei ihm immer tonnenweise mit Süßzeug vollfraßen. Und Pizza bekamen wir auch immer für lau. Ist schon was feines, so ein Kumpel mit Kneipe, aber dass er Saure Gurken bekam, das habe ich ihm nie verziehen.

Eat this, Joe!